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Foto: Stephan Eimterbäumer

Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt

Pastorin Beckmann
Pastorin Nicole Beckmann; Foto: Jörg Pollmann

Visionen Wirklichkeit werden lassen

„Meine Leidenschaft ist es, gemeinsam mit Menschen Visionen zur Wirklichkeit werden zu lassen“, sagt die zukünftige Referentin im kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) Nicole Beckmann. Als Referentin des Hauses kirchlicher Dienste wird sie ab dem 1. Juni insbesondere in der Wirtschaftsregion Osnabrück tätig sein und auch dort ihr Büro haben.

Beckmann versteht ihre neue Aufgabe ganz wörtlich: „Ich leiste einen kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt, wenn ich Menschen an den Orten aufsuche, wo sie arbeiten, und mit ihnen ins Gespräch komme. Mich interessiert, wie und unter welchen Bedingungen die Menschen arbeiten“, sagt die 45- Jährige. Sie möchte als Vertreterin der Kirche auch beitragen zu gesellschaftlichen Diskussionen um die Gestaltung des Arbeitslebens. „Arbeit am Sonntag und soziale Gerechtigkeit sind Themen, zu denen Kirche etwas zu sagen hat“, betont die Theologin. „Aber auch ganz andere Fragen sind wichtig: Wie finden junge Menschen den Weg in den Arbeitsmarkt, die in der Schule als schwer vermittelbar gelten? Da gibt es schon spannende Konzepte von einzelnen Betrieben.“ Ein anderes Thema ist die Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wenn jemand Angehörige zu pflegen hat. „Diese Frage betrifft heute viele Menschen, die selbst schon am Ende ihres eigenen Berufslebens stehen“, betont Beckmann.

Beckmann kennt Betriebe und Einrichtungen aus der Innenperspektive, denn sie war in den letzten zehn Jahren nicht als Pastorin tätig, sondern als Qualitätsauditorin. Als solche hat sie in Krankenhäusern und Kindertagesstätten die Arbeitsabläufe betrachtet und mit den Vorgaben verglichen, die diese Betriebe sich selbst in ihren Qualitätsstandards gesetzt haben. Die Fortbildung zur Qualitätsauditorin begann sie, um selbst Beruf und Familie gut vereinbaren zu können. „Ich war Pastorin in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und mein Mann Justiziar der Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe-West“, erinnert sich die Mutter zweier Kinder. „Kurz nach der Geburt des ersten Kindes habe ich als Pastorin eine Pause eingelegt und bin zu ihm ins Ruhrgebiet gezogen.“ 2007 machte sie sich dann selbständig.

Jetzt freut sie sich darauf, beide Themen verbinden zu können: die Arbeitswelt und die theologische Arbeit. „Es gibt in Osnabrück schon eine langjährige Zusammenarbeit des KDA mit den Gewerkschaften, Verbänden und Initiativen zum bürgerschaftlichen Engagement“, so Beckmann. „Besonders freut mich, dass wir dort ökumenisch arbeiten können. Das ist für mich in den letzten Jahren ganz selbstverständlich geworden, da viele Einrichtungen, die ich begleitet habe, katholisch waren.“

Nach dem Studium der Theologie und einiger Semester Wirtschaftswissenschaften spezialisierte sich Beckmann zunächst auf die Klinikseelsorge. In Gartow und Celle absolvierte sie ihr Vikariat und trat 2002 in der Kirchengemeinde St. Petri in Bad Bodenteich im Kirchenkreis Uelzen ihre erste Pfarrstelle an. Neben der halben Gemeindestelle war sie Klinikseelsorgerin in der Herz-Kreislauf-Klinik in Bad Bevensen und im Jahr 2005 dann Religionslehrerin am Herzog-Ernst-Gymnasium in Uelzen.

Beckmann ist verheiratet und hat zwei Kinder. In ihrer Freizeit läuft sie gern und arbeitet mit ihren Händen, sei es im Garten oder an der Werkbank.

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Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm (2. von links) besuchte den Messestand von „Spiritual Consulting“ und sprach mit den HkD-Referenten (von links) Ralf Reuter, Peter Greulich und Peer Schladebusch. Foto: Privat

Bedford-Strohm kontert auf Kritik und verweist auf christliche Führungskräfte-Arbeit

Kirche biete Unternehmern eine geistliche Heimat, hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm beim 10. Kongress christlicher Führungskräfte in Nürnberg gesagt. Er verwies auf den Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer (AEU) und damit indirekt auf das Arbeitsfeld Spiritual Consulting (SC), das im Haus kirchlicher Dienste (HkD) sich um Führungskräfte in der Wirtschaft kümmert. Zuvor hatte er den Messestand von Spiritual Consulting besucht und die HkD-Referenten dort getroffen.

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Wulf Gräntzdörffer geht nach 33 Jahren als Sozialreferent für den Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) in den Ruhestand. Foto: Jens Schulze/HkD

33 Jahre für den KDA

Nach 33 Jahren Einsatz für den Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) geht Sozialsekretär Wulf Gräntzdörffer zum 1. März in den Ruhestand. Seit 1984 war er zunächst im Amt für Gemeindedienst (AfG) und später im Haus kirchlicher Dienste (HkD) für den KDA im Sprengel Stade und für den Bereich rund um Lüneburg tätig.

„Angefangen habe ich mit einem Karteikasten voller Kontakte!“, erinnert sich der gelernte Einzelhandelskaufmann und Maschinenbauer. „Die Stelle des Sozialsekretärs für den KDA in Stade war vorher einige Jahre vakant gewesen war und der Zettelkasten war alles, was geblieben war. Ich habe dann viel telefoniert und Betriebe besucht, um ein Netzwerk aufzubauen.“

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Gemeinsam für wert(e)volle Arbeit

Im Frühjahr 2015 erschien die Denkschrift der EKD "Solidarität und Selbstbestimmung im Wandel der Arbeitswelt". In diesem Text finden sich einige interessante, überraschende und bedenkenswerte Aussagen zur Rolle der Gewerkschaften in unserer Gesellschaft und zum Verhältnis der evangelischen Kirche zu den Gewerkschaften.

Wir haben die Künstlerin Anne Lehmann beauftragt, diese  Aussagen in Szene zu setzen, weil wir meinen, sie sind es wert, intensiver "betrachtet" zu werden.

In diesen Tagen ist unser kleines "Pixi-Heft" an Gewerkschaftler/-innen verschickt worden und steht nun auch als Download weiteren Interessent/-innen zur Verfügung. Über Rückmeldungen freuen wir uns!

Download "Gemeinsam für wert(e)volle Arbeit"

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Foto: Jens Schulze/HkD

Einer, der Netze webt und Träume spinnt

Als „Fäden-Spinner“ und Teamarbeiter hat sich der neue Landessozialpfarrer Pastor Dr. Matthias Jung bei seiner Einführung am Freitag, 28. Oktober präsentiert. Der Nachfolger von Michael Klatt wird - wie er - nicht nur den Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers leiten, sondern auch im Haus kirchlicher Dienste (HkD) den Fachbereich „Kirche. Wirtschaft. Arbeitswelt“. ...

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Pilgern für Berufstätige

Die Tour bietet die Chance, vier Tage Abstand zu gewinnen
von Beruf und Familie, um Gott und sich selbst nachzuspüren.
„Mit den Füßen beten“,
das Tempo verlangsamen,
Zeit für spirituelle Erfahrungen.
Pastor Stephan Eimterbäumer und Diplom-Pädagogin
Waltraud Kämper – beide vom Kirchlichen Dienst in der
Arbeitswelt (kda) – begleiten Sie. Der Weg ist für 14 Teilnehmende
geplant.

Hier die Einladung

zehn gebote
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Die Zehn Gebote der Arbeitswelt

Lesen Sie hier die seit Jahrtausenden bewährten zehn Hilfen des Lebens:

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Matthias Jung

Was macht eigentlich ein Referent im KDA?

Matthias Jung hat eine Frage aufgegriffen, die ihm in seinem ersten Jahr als Referent im KDA immer wieder gestellt wurde und hat ein Pageflow dazu erstellt.

Der Pageflow startet, wenn Sie auf den Link klicken:
Was macht eigentlich ein Referent im KDA?