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Arbeitsgemeinschaft "Hilfe für Tschernobyl-Kinder"

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Foto: Rüdiger Lubricht

Gemeinsam handeln - gemeinsam helfen!

Am 26. April 1986 ereignete sich der schwere Reaktorunfall im Block 4 des Atomkraftwerks von Tschernobyl und erschütterte die Menschen in aller Welt. Eine atomare Wolke breitete sich über weiten Teilen Europas aus. Wir untersagten unseren Kindern, im Sandkasten zu spielen, im See zu baden und bei Regen nach draußen zu gehen. Salat und Gemüse aus unseren Gärten wurden untergepflügt, Milch weggeschüttet. Die Becquerel-Werte für Lebensmittel standen täglich in der Zeitung. Heute ist dies alles fast vergessen.

Die Folgen dieser atomaren Katastrophe werden niemals verschwinden.
Dies gilt vor allem für die Tschernobyl umgebenden Länder Russland, Ukraine und Weißrussland. 65-70% der ausgetretenen radioaktiven Stoffe gingen auf dem Gebiet von Weißrussland nieder, 22% der Fläche, auf der etwa ein Fünftel der Einwohnerschaft lebt, wurden langfristig radioaktiv verseucht.
Die Folgen dieser radioaktiven Verstrahlung sind gravierend und lebensbedrohend. Viele Menschen sind inzwischen z. B. an Schilddrüsenkrebs, Magen-Darm-Erkrankungen, Herz- und Bluterkrankungen, Leukämie, Brustkrebs und Organ-Krebs-Erkrankungen, Jugend-Diabetes und Immunschwächen erkrankt. Besonders betroffen sind die Säuglinge und Kinder, die in dieser verstrahlten Umwelt geboren werden und aufwachsen. Die Säuglings- und Kindersterblichkeit hat zugenommen, ebenso sind vermehrt Missbildungen oder Totgeburten festzustellen. Und die Zahl der Erkrankungen steigt weiter an.
 
Der negative Höhepunkt ist nach der Meinung von Experten noch lange nicht erreicht, weil die Langzeitfolgen der Verstrahlung kaum abzuschätzen sind und erst allmählich sichtbar werden.

Besonders belastet von der radioaktiven Verstrahlung ist das Gebiet Gomel im Südosten Weißrusslands, in unmittelbarer Nähe zu dem an der weißrussisch-ukrainischen Grenze gelegenen Atomkraftwerk Tschernobyl. Deshalb wird den Menschen und vor allem den Kindern in diesem Gebiet seit 1991 die Hilfe und Unterstützung seitens der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, vor allem von zahlreichen ehrenamtlich aktiven Frauen und Männern aus den Kirchengemeinden und Kirchenkreisen unserer Landeskirche zuteil.
Die Tschernobyl-Hilfe der Landeskirche ist seit 1994 in Form einer Arbeitsgemeinschaft organisiert, in der mittlerweile 28 Kirchenkreise Mitglied sind. Die sich Jahr für Jahr verstärkenden negativen gesundheitlichen Folgen der Reaktorkatastrophe für die Menschen in Weißrussland und die anhaltenden wirtschaftlichen und sozialen Probleme in Weißrussland machen unsere Hilfe vor allem für die Kinder im Oblast Gomel weiterhin dringend erforderlich.
Helfen Sie mit, nehmen Sie Kontakt zu uns auf. 

25 Jahre Tschernobyl

Kirchen-Prominente erinnern sich. Ein Beitrag des Evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen.

http://www.ekn.de
 

Wir trauern um Natascha Schascholko

Nachruf

Annas Sommerreise

Tschernobyl - Bilder von Hermann Buß

  Bild: Hermann Buß

Kleine Ausstellung im Haus kirchlicher Dienste (Bauteil Brandstraße), Mo-Do 9 -16 Uhr, Fr 9-13 Uhr. Weitere Informationen finden Sie hier.

Download Gottesdiensthilfe

Quelle: HkD

Hier können Sie die neue Gottesdiensthilfe herunterladen

Erlebnisse gesucht

Für das 25-jährige Jubiläum der Arbeitsgemeinschaft Hilfe für Tschernobyl-Kinder im Jahr 2015 entsteht eine interaktive Zeitleiste, auf der Gasteltern und Unterstützer der Aktion ihre Erlebnisse aus 25 Jahren einstellen können.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Ansprechperson:

Lars-Torsten Nolte

Tel.: 0511 1241-689

Referent für Kinderhilfe Tschernobyl
Diplom-Sozialwirt