Was wird gefördert?

Die Fachreferentinnen unterstützen bei der Planung und Umsetzung der Maßnahmen, welche an die spezifischen Bedürfnisse und die örtlichen Gegebenheiten angepasst sind.

Mögliche Maßnahmen sind z.B.:

  • Bäume pflanzen (heimisch, blühend und fruchtend)
  • Obstbäume
  • Wildstrauchhecken (heimisch, blühend und fruchtend), ein- und mehrreihig
  • Nistkästen und Futterstellen für Vögel und Kleinsäuger (Eichhörnchen, Bilche, Igel, und Co.)
  • Rasenflächen werden Wildblumenwiesen (durch Extensivierung, Regio-Saatgut oder Mahdgutübertragung)
  • Säume vor Hecken wachsen lassen oder Einsaat mit Regio-Saatgut für Säume  
  • insektenfreundliche Staudenbeete
  • Zwiebelblumen als Frühblüher auf Wiesen, im Saumbereich von Hecken, in Staudenbeeten
  • naturnahe Flachteiche
  • Entsiegelung oder Teilentsiegelung von wenig genutzten Wegen und Flächen
  • Tränken für Vögel, Insekten und Kleinsäuger
  • Nisthilfen für Insekten
  • Kästen für Fledermäuse und weitere gebäudebrütende Arten (Schwalben, Mauersegler etc.)

Durch die Umsetzung solcher Naturschutzmaßnahmen wird die Strukturvielfalt erhöht, vielfältige Lebensräume für Tiere und Pflanzen werden geschaffen. Flächen und Gebäude der Kirchengemeinden werden zu wertvollen Trittsteinbiotopen im Siedlungsbereich. Die naturnah gestalteten und ökologisch aufgewerteteten Flächen müssen naturverträglich gepflegt und ihr Schutz durch die Kirchengemeinde sichergestellt werden (Bestandsschutz von mind. 10 Jahren).

Ziel ist es vorrangig wertvolle Biotope für Arten zu schaffen. Flächen die stark von Menschen frequentiert werden und auf denen Veranstaltungen stattfinden, eignen sich nicht für eine Förderung.

Zudem gibt es in den Kirchengemeinden viele schützenswerte Lebensräume und Arten (evtl. Mauern und Grabmale mit Moosen und Flechten, Habitatbäume, wilde Ecken mit Totholz, seltene Pflanzen), die bereits vorhanden sind. Wenn solche schützenswerten Lebensräume nicht schon als solche gepflegt werden, machen die Referentinnen darauf aufmerksam und beraten zu deren Schutz und Erhalt.

Biodiversitätsmaßnahmen, die unkomplziert und kostengünstig, auch ohne Fördergelder, umgesetzt werden können:

  • Extensivierung von (Teil-)Rasenflächen
  • Schaffung von offenen Sandbereichen
  • Aufschichtung von Reisighaufen, Laubhaufen, Totholzhaufen, Steinhaufen, Sandhaufen
  • Stehen lassen von stehendem Totholz
  • Wildhecken wachsen lassen (kein Hausmeisterschnitt)
  • Rettungsinseln und Ausstiegshilfen in Wasserschöpfbecken
  • Regentonnen mit Gitterdraht oder Deckel abdecken
  • vorhandene Nischen an Gebäuden offen lassen
  • Zugänglichmachen von Dachstühlen für Eulen oder Fledermäuse
  • Schlupflöcher und damit Wanderwege im Zaun für Kleinsäuger, z.B. Igel, ermöglichen
  • Efeubewuchs an Bäumen kontrolliert stehen lassen (Nahrung und Lebensraum für Insekten, Vögel und Kleinsäuger)