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„Stoppt Gewalt an Frauen!“

Pressemitteilung 24. November 2022
2022-11-23 int tag gegen gewalt an frauen
Bild: UN Women

Mit Gottesdiensten, Mahnwachen und QR-Codes wollen Evangelische Frauen* der hannoverschen Landeskirche auf den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November aufmerksam machen. „Gewalt gegen Frauen bleibt ein gesellschaftlich relevantes Thema“, sagt Landesfrauenpastorin Susanne Paul. „Über 130 Frauen werden jedes Jahr von ihrem (Ex)Partner getötet, jede dritte Frau erlebt in ihrem Leben eine Form von sexualisierter Gewalt. Das darf nicht in Vergessenheit geraten!“

Im Haus kirchlicher Dienste brennen am 25. November wieder Kerzen für jede getötete Frau im Jahr 2021 „sichtbar nach innen für die Mitarbeitenden des Hauses und nach außen für all die, die auf ihrem Weg zur Arbeit aus der U-Bahnstation an diesem Fenster vorbeikommen“, so Landesfrauenpastorin. „Gewalt gegen Frauen ist oft immer noch schambehaftet. Dabei geht es für alle darum, die Augen offen zu halten, den Opfer beizustehen und die Täter zu konfrontieren.“

Am Tag gegen Gewalt an Frauen laden die Evangelischen Frauen* zu zwei Gottesdiensten, beide um 17 Uhr, ein – in die St. Nicolai-Kirche in Lüneburg (Lüner Str. 15) und in die Apostelkirche in Hannover (Celler Str. 78). Die Frage „Wo fängt Gewalt an?“ steht im Fokus des Gottesdienstes in Hannover. In Lüneburg nimmt das Gottesdienst-Team um Landesfrauenpastorin Paul die UN-Kampagne „Stoppt Gewalt an Frauen!“ in den Blick und baut im Gottesdienst eine deutliche Mauer gegen jede Form von Gewalt.

Eine weitere Aktion „CATQRLL – Erzähl uns deine Geschichte!“ am 26. November macht auf die Themen junger Frauen in der Gesellschaft aufmerksam und darauf, wie „wir als Kirche entsprechend reagieren können“, so Paul. Dazu haben die Studierende des Masterstudienganges Design und Medien an der Hochschule Hannover in Kooperation mit den Evangelischen Frauen* Aufkleber mit einem QR-Code entworfen und an Orten angebracht, die für Frauen nicht besonders angenehm sind, und an Plätzen, wo viele Menschen zusammenkommen. Der QR-Code leitet auf eine Internetseite, auf der Frauen* ihre bedrängenden Erfahrungen im öffentlichen Raum teilen können. Aus diesen Geschichten, die häufig vom Gefühl der Unsicherheit, Belästigung, Diskriminierung und häuslicher Gewalt handeln, ist eine Ausstellung entstanden. Sie beschäftigt sich auch mit problematischer und frauenfeindlicher Städteplanung, wie unbeleuchteten Gassen oder gläsernen Treppenstufen, und will damit einen Diskurs zur Sicherheit von Frauen und Mädchen im städtebaulichen Kontext anregen.

Die Vernissage der Ausstellung findet am 26. November um 19 Uhr in der Niki-de-Saint-Phalle-Promenade, Raum 54, in Hannover statt. Die Ausstellung läuft bis zum 30. Dezember und ist mittwochs von 17-19 Uhr geöffnet.

Ansprechpartnerin

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Susanne Paul
Archivstr. 3
30169 Hannover
Tel.: 0511 1241-424
Fax: 0511 1241-186

Evangelische Frauen*

Landespastorin für Arbeit mit Frauen