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Foto: Jens Schulze

Missionale Ökumene

„Ich möchte einen ökumenischen Gottesdienst zum Schulanfang organisieren – aber wer sind eigentlich meine ökumenischen Ansprechpersonen?“

„Eine Migrationsgemeinde aus Ghana möchte in unseren Räumen Gottesdienste feiern. Geht da mehr, als nur als Vermieter zu agieren? Wie können wir im Alltag gemeinsam Kirche sein?“

„Wir haben in unserer Region eine diakonische Initiative gegründet. Keine Ahnung, zu welcher Kirche wir alle gehören. Ist das schlimm?“

Grundlegend für die Ökumene in Niedersachsen sind die Selbstverpflichtungen der Charta Oecumenica: Begründet werden muss nicht, was wir gemeinsam tun, sondern, wo wir meinen, noch getrennt agieren zu müssen. Gemeinden und Kirchen unterschiedlicher Traditionen können miteinander feiern, voneinander lernen, einander bereichern und korrigieren. Ökumene stärkt die Glaubwürdigkeit der Sache, für die Christinnen und Christen einstehen.

Ökumene vor Ort wird in Zukunft eng mit dem Fragen nach einer gemeinsamen Sendung und der Kirchenentwicklung verknüpft sein. Vereinte Kräfte sind effektiv. Aber es muss klare Absprachen über Zuständigkeiten geben: Was tun wir gemeinsam? Was in Arbeitsteilung? Und: Wo können wir auch in gegenseitiger Stellvertretung wirken?

Im Sinne einer solchen Ökumene der Sendung ist das Arbeitsfeld Ökumene einem ökumenischen missionarischen Aufbruch verpflichtet, der sich dem Geist der Charta Oecumenica und einer "mission-shaped church" verdankt .