Foto: Kelly Sikkemar

Missionarische Dienste

Zeigen, was man liebt.

Wer nach Mission fragt, folgt einer doppelten Spur. Eine Fährte weist zurück in den Ursprung von Kirche. Am Anfang steht die Sendung, der Auftrag, das Evangelium von der Liebe Gottes in Jesus Christus zu teilen. Die Vergewisserung dieses Auftrages ist Kraftquelle und Orientierung zugleich. Die Missionarischen Dienste ermutigen, mit diesem Auftrag anzufangen und ihm Ausdruck zu geben. „Mission heißt zeigen, was man liebt“ (Fulbert Steffensky).

Eine zweite Fährte führt in die Zukunft. Welche Haltungen und Formate sind hilfreich, damit Menschen in ihren Lebenswelten das Evangelium als lebensverändernde Kraft entdecken können? Mission bedeutet, sich mit der eigenen Botschaft den Anderen auszusetzen und dabei offen für die Überraschungen des Geistes zu sein. Ein Risiko, ein offenes Abenteuer, eine gemeinsame Suche nach den zukünftigen Formen von Kirche. Diese Suche fördern die Missionarischen Dienste mit Impulsen und Beratung, Vernetzung und Begleitung.

Neuer Leiter der Missionarischen Dienste

Pastor Thomas Steinke ist neuer leitender Referent der Missionarischen Dienste im Haus kirchlicher Dienste (HkD) in Hannover. In einem bewegenden Einführungsgottesdienst am 2. September 2021 wurde er von Oberlandeskirchenrat Dr. Klaus Grünwaldt in sein Amt eingeführt. Im Anschluß gab es persönliche und humorvolle Grußworte und viele Gespräche mit alten und neuen Weggefährten bei strahlendem Sonnenschein auf der Vorplatz der Neustädter Hof- und Stadtkirche.

Thomas Steinke tritt damit die Nachfolge von Philipp Elhaus an, der im Oktober 2020 zum Sozialwissenschaftlichen Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland (SI) wechselte.

Am Anfang steht für Thomas Steinke eine Vergewisserung im Glauben. „Es geht um die eigene Haltung. Woher beziehen wir unsere Kraft? Rechnen wir mit dem Handeln Gottes in unserem Alltag?“ Es kann sehr entlastend sein, auf Gottes Wirken zu vertrauen.“ Eine solche Haltung ermutigt zu einem realistischen Blick auf die Umbruchsituation, in der sich die Kirche gegenwärtig befindet.

„Dabei geht es nicht darum, wie viel wir noch vom Bisherigen weiterführen können, sondern es rückt die Frage in den Fokus, wie wir die Schätze unseres Glaubens mit möglichst vielen Menschen teilen können“, sagt Steinke. „Es wächst die Lust, mit den vorhandenen Ressourcen kreativ umzugehen und neue Wege zu den Menschen zu suchen, getragen von der Gewissheit, dass Gott schon längst eine Geschichte mit ihnen hat. Und in der neugierigen Erwartung, welche neuen Formen sich auf dem gemeinsamen Weg herausbilden werden.“ Kirche der Zukunft wird vielfältiger sein. Sie wird wesentlich von persönlichen Beziehungen in Netzwerken und weniger von einer Veranstaltungslogik geprägt sein, so Steinke.

Der 55-Jährige war selbst lange Jahre Gemeindepastor. Seit 2017 hatte er eine Beauftragung als Pastor für Gemeindeinnovation in den Kirchenkreisen Bremervörde-Zeven und Rotenburg, gefördert durch den „Fonds missionarische Chancen“ der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

Im HkD wird Steinke diese Erfahrungen in die Arbeit der Missionarischen Dienste einbringen: „Ich freue mich auf die Arbeit im Team, die Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Arbeitsfeldern und Projekten.“ Neben der Organisation von Tagungen und der Vernetzung mit anderen Landeskirchen wird die theologische Reflexion einen Schwerpunkt bilden. Er wird Organisationsformen der Landeskirche, zum Beispiel Kirchengemeinden, Kirchenkreise und Leitungsebenen zu neuen Formen der Kommunikation des Evangeliums beraten, sowie Leitungsaufgaben im HkD übernehmen.

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