Grafik: HkD

Ballade von der weißen Kuh

05. April 2023
Kinoplakat | © Weltkino Filmverleih

Frauen - Freiheit - Frieden

unter diesen drei Worten versammelten und versammeln sich weiterhin iranische Frauen im Protest gegen die iranische Regierung. In ihrem Kampf um Selbstbestimmung und Menschenwürde greifen die Protestierenden auf starke Bilder zurück. Neben dem Abschneiden von Haaren bis hin zu öffentlichem Tanz und musizieren, welches im Iran unter Strafe steht.

Während vielen von uns in Deutschland bisher der Iran meist aus den Nachrichten, z.B. bezüglich des Atomabkommens, bekannt ist, ist es doch ein Land mit einer reichhaltigen und kulturellen Gesellschaft, die ihren Ausdruck sucht. Auch in Deutschland haben wir eine lebendige Diaspora iranischstämmiger Mitbürger*innen. Ein Ausdruck für das Leben im Iran ist der iranische Film. In Anlehnung an den Protest, den Freiheitswillen und das Risiko, dem sich Protestierende in einem menschenverachtenden System aussetzen, zeigt die Arbeitsstelle Kirchen und Kino den Film Ballade von der weißen Kuh.

Anschließend diskutiert ein Podium über die Implikationen des Filmes und den andauernden Kampf für Selbstbestimmung, Menschenwürde und Freiheit.

Ballade von der weißen Kuh (Iran, Frankreich 2020)

„Kirchen und Kino“ lädt ein zum digitalen Filmnachmittag

Als Sonderveranstaltung neben der regulären Filmreihe Kirchen und Kino. Der Filmtipp zeigt das Projekt am 18. April 2023 um 16:30 Uhr in Kooperation mit dem Kommunalen Kino Hannover den Film Ballade von der weißen Kuh (Iran, Frankreich 2020). Anlass ist die anhaltende politische Situation im Iran, das Zuwiderhandeln der iranischen Regierung gegen die Menschenwürde, aber auch der bemerkenswerte Widerstand der iranischen Bevölkerung, die für ihre Rechte und Freiheit kämpft.

Eine Filmeinführung gibt Dr. Markus Leniger, Studienleiter der Katholischen Akademie Schwerte und Filmexperte. Im Anschluss an den Film findet ein Podiumsgespräch statt, moderiert von Kulturwissenschaftlerin Gundi Doppelhammer. Zu Gast sind Jasmin Arbabian-Vogel, Präsidentin des Verbandes deutscher Unternehmerinnen, Ginaz Brönnecke, Vorsitzende des deutsch-iranischen Kulturvereins Avaje Iran, sowie Ali Sadrzadeh, freier Journalist und Nahostexperte. Im Zuge des Gesprächs wird zudem ein Videoimpuls der Filmkritikerin Atefe Asadi gezeigt. Die Zuschauer*innen erhalten die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Ablauf

16:30 Uhr   
Filmeinführung durch Dr. Markus Leniger

16:45 Uhr
Filmstream Ballade von der weißen Kuh inkl. kurzer Pause im Anschluss

18:50 Uhr   
Podiumsgespräch mit Jasmin Arbabian-Vogel, Ginaz Brönnecke und Ali Sadrzadeh, moderiert von Gundi Doppelhammer

Ende voraussichtlich gegen 20:00 Uhr

Informationen und Anmeldung

Ein weiterer zeitgenössischer Film, der sich mit der Gesellschaft des Irans auseinandersetzt ist:

Yalda
Leben oder Tod. Vergebung oder Rache.

Kurzbeschreibung:

“Nehmen Sie per Textnachricht an unserem Gewinnspiel teil. Hat Maryam Komijani es verdient, dass man ihr vergibt und sie begnadigt wird? Senden Sie 1 für Ja, 2 für nein.” Die Kameras und Scheinwerfer sind alle auf Position. Ein letzter Blick des Moderators auf seine Notizen. Die letzten Sekunden des Intros ziehen vorbei, dann wird die Fernseh-Show live geschaltet. Ausgerechnet am Yalda-Feiertag, der persischen Wintersonnenwende. An diesem Abend ist Maryam zu Gast, eine zum Tode verurteilte junge Frau. Ihr gegenüber im Studio sitzt Mona, die immer wie eine große Schwester für sie war. Maryam hat mit Monas Vater in einer Zeitehe gelebt. Jetzt ist sie des Mordes an ihm angeklagt. Vor laufender Kamera und Millionen von Zuschauern, muss Maryam um Vergebung und um ihr Leben kämpfen.
In Anspielung auf eine beliebte iranische Fernsehshow inszeniert der iranische Filmemacher Massoud Bakhshi das TV-Studio als Bühne für ein dramatisches Kammerspiel, das hinter dem persönlichen Schicksal seiner Hauptfiguren auch die gesellschaftliche Dimension der Geschichte offenlegt.
Auszeichnungen: Sundance Film Festival 2020, World Cinema Dramatic Competition – World Cinema Grand Jury Prize: Dramatic.

Dieser Film steht Ihnen bei der Medienarbeit der Evangelisch - lutherischen Landeskirche Hannovers zur Ausleihe als Online-Medium zur Verfügung.

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