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Gedenken der Opfer terroristischer Gewalt

Nachricht 10. März 2022
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Foto: Jens Schulze/EMA

Erstmalig wird in diesem Jahr in Deutschland mit einem nationalen Gedenktag der Opfer terroristischer Gewalt gedacht. Der 11. März knüpft an den Europäischen Gedenktag für die Opfer des Terrorismus an, der nach den Bombenanschlägen in Madrid vom 11. März 2004 eingeführt wurde.

Das Schicksal der Opfer und ihrer Angehörigen steht heute im Mittelpunkt und soll nicht vergessen werden. Wir erinnern uns der Anschläge, wir zeigen unser Mitgefühl für die Menschen, die getötet, verletzt und traumatisiert wurden, wir sind solidarisch mit den Menschen, die noch heute unter den Folgen terroristischer Anschläge leiden, und mahnen, mit Entschlossenheit gegen terroristische Bedrohungen vorzugehen.

Wir stehen in Solidarität mit den Opfern, ihren Angehörigen und Freund*innen und beten gemeinsam:

Herr, unser Gott,
Wir rufen zu dir mit unserer Stimme,
Wir schütten unsere Klage vor dir aus.

Gott, wie lange noch?
Wie lange noch sollen die Gewalttäter Schrecken verbreiten?
Wie lange noch sollen sie Menschen töten?
Frauen und Männer bringen sie um, Kinder jeden Alters.
Unsere Hilfe bist du, Gott.
Stelle dich ihnen entgegen!
Setze ihrem Treiben ein Ende.

                Gemeinsam rufen wir zu dir:
                Gib Frieden, Herr, gib Frieden.

Wir gedenken der Opfer des Terrors.
Besonders denken wir in diesem Jahr an die Menschen
in der Ukraine,
in Syrien,
in Afghanistan.
Wir denken an die Familien der Opfer von
Hanau
Halle,
Berlin, Paris, Wien, Madrid, Utoya und so viele andere.
Wie lange noch, Gott, wie lange?

                Gemeinsam rufen wir zu dir:
                Gib Frieden, Herr, gib Frieden.

Gott, Du hast uns berufen, Werkzeuge der Liebe zu sein
und im Frieden miteinander zu leben,
über alle Grenzen und Unterschiede hinweg.
So, wie es Dein Sohn Jesus Christus vorgelebt hat.

                Durch ihn bitten wir Dich:
                Gib Frieden, Herr, gib Frieden.

Amen

Ansprechpartner

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Lars-Torsten Nolte

Referent für Kirche in Europa, Migration und Integration und Kinderhilfe Tschernobyl
Fachbereichsleiter „Kirche im Dialog“
Diplom-Sozialwirt