Arbeitgeber HKD

Das Haus kirchlicher Dienste als Arbeitgeber

Das Haus kirchlicher Dienste ist eine übergemeindliche Einrichtung der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, die „offen, erfahren und voller Ideen für Kirche und Gesellschaft“ arbeitet. Innovativ und multiprofessionell gilt es, in der Arbeit „Neues zu entdecken und gemeinsam zu erproben“, so das Leitbild.

Azubis auf dem Rollbrett mit Paragraphen
Vielen Azubis in der Verwaltung wird nach Ende der Ausbildung eine Stelle angeboten und sie entscheiden sich ihrerseits für das HkD. Foto: Bokelmann / HkD

Das Besondere dieser Einrichtung sind ihre Mitarbeitenden, die auf der Basis christlicher Werte, die Qualität und den Ideenreichtum der Angebote für Gemeinden und Kirchenkreise sowie im Dialog mit den gesellschaftlichen Partnern erreichen, indem sie vernetzt arbeiten und die Vielfalt der über 40 Arbeitsfelder im Haus als Stärke nutzen: Neben den Pastor*innen und Diakon*innen wirken eine Fülle von Menschen aus weiteren Berufen mit, von jungen Azubis in der Verwaltung bis hin zu erfahrenen Sozialarbeitern, von Pädagog*innen bis hin zu Drucktechnikern in der hauseigenen Druckerei, von Umweltingenieuren und Landschaftsarchitektinnen im Umwelt-Team bis zu Layouter*innen in der eigenen Grafikabteilung. „Es macht Spaß, mit so unterschiedlichen Menschen im HkD über die Zukunft der Kirche nachzudenken  und innovative Konzepte mit ihnen zu entwickeln“, sagt Laura Rinderspacher, Jahrgang 1990 und Referentin im kirchlichen Dienst in der Arbeitwelt. 

Kreativität und Motivation der Mitarbeitenden wird durch Teilhabe gefördert: In acht „Qualitätszirkeln“ erarbeiten Mitarbeitende Vorschläge für den Leitungsausschuss als Entscheidungsgremium des Hauses.

„Neue“ im Haus werden nach einem Jahr zu einem Treffen mit dem Direktor eingeladen, der erste Eindrücke vom Haus erfahren möchte und neugierig auf Verbesserungsvorschläge ist. Das hauseigene Qualitätsmanagement führt alle 2 bis 3 Jahre eine ausführliche Mitarbeitendenbefragung durch, die über die Jahre eine hohe und weiter steigende Zufriedenheit der Mitarbeiter*innen zeigt, aber auch verbesserungswürdige Bereiche benennt. Viele der im Haus ausgebildeten Verwaltungskräfte wurden in den vergangenen Jahren übernommen und haben sich ihrerseits entschieden, für eine Zeit oder zumeist sogar dauerhaft weiter im Haus arbeiten. Dadurch ist ein junges Team in der zentralen Verwaltung entstanden. 

Alle 1 bis 2 Jahre kommen alle Mitarbeiter*innen zu einer gemeinsamen Hauskonferenz zusammen, in der ein alle betreffendes Thema der gemeinsamen Arbeit diskutiert wird. Außerdem erleben Referent*innen und einige Mitarbeiter*innen der Verwaltung, die unter einem Dach und eng zusammen arbeiten, einmal im Jahr eine eineinhalbtägige „Gesamtkonferenz“ in einem Tagungshaus in Hermannsburg zu einem gemeinsamen Thema. 

Jahresgespräche sorgen dafür, dass Mitarbeitende durch Vorgesetzte ein Feedback erhalten, das alle 12 Monate Raum auch dafür gibt. Umgekehrt können bei dieser Gelegenheit die Mitarbeitenden ihren Vorgesetzten ein Feedback geben und allgemein zudem in einem Führungskräfte-Feedback, das in regelmäßigen Abständen durchgeführt wird. Ein starke Mitarbeiter-Vertretung (MAV) nimmt sich der Anliegen von Angestellten – gerade auch im Konfliktfall – an und steht ihnen beratend  zur Seite.

Wer neu ins Haus kommt, die oder der erlebt die über 180 Kolleg*innen und die komplexen Strukturen zunächst als unübersichtlich. Der Direktor persönlich führt neue Mitarbeitende in einer ausführlichen „Fahrschule“ einmal durch das Haus und alle seine Abteilungen und Fachbereiche. Neue bekommen eine Patin oder einen Paten benannt, die oder der in der Einarbeitungszeit für Fragen zur Verfügung steht, die nicht schon die oder der Vorgesetzte beantwortet hat. Die Einarbeitungszeit ist in Phasen unterteilt, zu der bestimmte Besuche in verschiedenen Abteilungen gehören. Die sogenannte „blaue Mappe“ mit Infos und „Gesichtern“ hilft zur Orientierung ebenso wie ein hauseigenes Intranet, in dem eine Fülle von Dokumenten, Bedienungsanleitungen und Formularen hinterlegt sind.

In einem so großen Haus liegt auf der internen Kommunikation ein besonderes Augenmerk und stellt zugleich eine Herausforderung dar. Für die interne Kommunikation ist verabredet, das sie wahr, klar, respektvoll, beteiligend und zeitnah sein soll. Über die inhaltliche Arbeit eines Arbeitsfeldes oder Projektes und (Personal-)Neuigkeiten im Haus wird bei einem halbstündigen „Standerling“ im Foyer informiert, zu dem alle drei Monate eingeladen wird. Auf andere Weise und abteilungsübergreifend begegnet man sich zudem bei Weihnachtsfeiern, dem jährlichen Betriebsausflug und im Sommer bei einem Grillen zur Mittagszeit, zu dem der Direktor und der Geschäftsführer einladen. Auf Initiative von Mitarbeitenden gibt es im Winterhalbjahr monatlich den „Feierabendfilm“.  Nach Dienstschluss wird ein zuvor gemeinsam ausgesuchter Film des hauseigenen Medienverleihs in Kinoatmosphäre (mit Popcorn) gezeigt.

Das hauseigene Gesundheitsmanagement kümmert sich darum, dass regelmäßig die Augen untersucht und kontrolliert werden, ebenso wie Bürostuhl und Sitzhöhe etc.. Es bietet gelegentlich Erste-Hilfe-Kurse und andere Fortbildungen zur Gesunderhaltung an, die in der Arbeitszeit wahrgenommen werden können. Es gibt einen Ruheraum im Haus, in dem an sich in einem speziellen Sessel auch mal zwischendurch ungestört entspannen kann. Auf Initiative von Mitarbeitenden wurde im Innenhof eine Terrasse eingerichtet, in der man Pausen machen oder auch sich zu Arbeitsgruppen im Freien treffen kann. Sie ist in der Nähe der beliebten „Kaffee-Ecke“, wo Mitarbeitende sich kostenlos fair gehandelten Kaffee holen können. Den Mitarbeitenden wird auf Kosten des Hauses auch ein vertrauliches Gesundheits-Coaching mit externen Berater*innen angeboten, mit denen Perspektiven für die eigene Arbeit, berufliches Fortkommen und Gesunderhaltung besprochen werden können. Einmal im Monat öffnet einen Vormittag lang eine „Saftbar“ im Foyer, in der man frischgepresste Säfte kaufen kann. Auf dem Gelände gibt es zudem Sport- und Gymnastikkurse der Familienbildungsstätte.  

Das Haus unterstützt auch Teambuilding-Maßnahmen in Arbeitsfeldern und Fachbereichen, beispielsweise gemeinsames Bogenschießen, Pilgern oder eine Team-Challenge im Zoo Hannover.

Privatrechtlich angestellte Mitarbeitende im HkD kommen in die Zusatzversorgung für Angestellte, erhalten eine Jahressonderzahlung („Weihnachtsgeld“) und 30 Tage Urlaub im Jahr. Alle bekommen vermögenswirksame Leistungen. Es gibt bis auf die Kernarbeitszeit von 9 bis 12 Uhr flexible Arbeitszeiten und für alle eine elektronische Arbeitszeiterfassung. In einigen Wochen in den Sommerferien wird gemeinsam mit dem Landeskirchenamt eine Kinderbetreuung angeboten. Fortbildungen werden über den gesetzlichen Bildungsurlaub hinaus gerne gesehen und bei dienstlicher Relevanz vom Haus anteilig oder voll finanziert.

Zur Ausstattung des Hauses gehört, dass die hauseigenen IT-Abteilung den Mitarbeitenden PC und ggf. weitere zur Arbeit nötige Geräte einrichtet und Referent*innen ein Diensthandy erhalten. Für Sitzungen im Haus stehen eine Reihe von unterschiedlich großen, gut ausgestatteten Sitzungsräumen zur Verfügung. Der hauseigenen Sitzungsservice sorgt für Getränke und Kekse und das Hausmeister-Team baut im Foyer für Tagungen alles Nötige auf. Beamer, Metaplan-Wände und andere Medien stehen für die Arbeit zur Verfügung. 

Die hauseigene Layoutabteilung gestaltet professionell nach den Vorgaben des Corporate Designs die eigenen Publikationen, die Hausdruckerei kann viele Druckaufträge erledigen und die Poststelle den Versand übernehmen. Die Internetabteilung hilft bei der Gestaltung der Internetseiten eines Arbeitsfeldes und schult die Mitarbeitenden. Die eigene Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unterstützt die Werbung und gesellschaftliche Kommunikation.     

Üblicherweise werden Dienstreisen mit der Bahn absolviert, die einfach über die hauseigene Kreditkarte gebucht werden. Wo es erwartbar zu Kosteneinsparungen kommt, können Mitarbeitende eine Bahncard auf Kosten des Hauses erwerben. Sind Autofahrten unvermeidlich, steht eine kleine Dienstwagenflotte zur Verfügung und auch Dienstfahrräder für ortsnahe Wege. Eine Ladesäule für E-Autos wird in der hauseigenen Tiefgarage in Kürze installiert. Mitarbeitende erhalten für ihren Weg zur Arbeit ein verbilligtes „Job-Ticket“ des ÖPNV der Region. Die U-Bahn-Station „Waterloo“ ist 200 Meter vom Haus entfernt, der Hauptbahnhof nach 15 Minuten Fußweg oder drei U-Bahnstationen. Eine begrenzte Zahl an Stellplätzen ist auch in der Tiefgararge des Hauses vorhanden.

Das Arbeitsfeld Klima- und Umweltschutz der Landeskirche gehört zu den Arbeitsfeldern des HkDs. Es arbeitet nicht nur für die Gemeinden, sondern versucht auch gemeinsam mit dem Qualitätszirkel Ökologie viele Ideen und Projekte im Haus selbst umzusetzen. Dafür gab es zahlreiche Zertifikate und Auszeichnungen.

Infos dazu hier

In jährlichen Kontrakten wird festgehalten, was sich ein Arbeitsfeld für das kommende Jahr vornimmt. Diese werden mit der Fachbereichsleitung besprochen, mit Zielen des Gesamthauses abgeglichen und in den großen Linien auch im Kuratorium des Hauses diskutiert. Und nach einem abgelaufenen Jahr berichtet man in einem schriftlichen Arbeitsrückblick. So gibt es ein klares und geregeltes Qualitätsmanagement und niemand steht alleine mit seiner Arbeit da.

Die Gemeinschaft im HkD versteht sich auch als eigene, kleine Hausgemeinde, die immer mittwochs eine Andacht in der eigenen Kapelle im Erdgeschoss feiert. Zu Jahresbeginn und anderen wichtigen Anlässen werden – oft gemeinsam mit dem Landeskirchenamt und der Ev. Medienarbeit, die auch auf dem Gelände ihre Büros hat – Gottesdienste gefeiert. Diese finden in der Arbeitszeit statt, sind aber natürlich freiwillig. Die Kapelle ist jederzeit geöffnet und bietet Raum für Stille und Gebet, Seelsorge und geistliche Begleitung. Im HkD gibt es zudem einen kleinen Chor, der in der Arbeitszeit probt und bei Einführungen oder Verabschiedungen von Referent*innen auftritt.