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Forum 3: Sorgende Gemeinde - Älterwerden im ortsnahen Umfeld

V 10: Leben und Sterben im vertrauten Umfeld – Chancen und Herausforderungen für Kirchengemeinden (max. 70 TN)

In seinem Impulsvortrag geht Dörner von der These aus, dass ein Hilfesystem heute nur noch dann zukunftsfähig ist, wenn man sich zugleich auch wieder zum obersten biblischen Gebot der Einheit von Gottes- und Menschendienst bekennt, d. h. wenn die Wiedervereinigung von diakonischer Professionalität und kirchengemeindlichem Bürgerengagement zum Bürger-Profimix wird – und zwar auf dem kleinräumigen Territorium des vertrauten Sozialraums eines Dorfs, einer Kleinstadt oder des Stadtviertels einer Großstadt, statt die hilfsbedürftigen Leistungsgeminderten in abgelegene Heime auszugrenzen. Hierbei kann nun die Kirchengemeinde schon aus historischen Gründen (z. B. Gemeindeschwester) Vorreiterin für die Kommunalgemeinde sein. So kann z. B. jeder kirchliche Besuchsdienst leicht zu einem Nachbarschaftsverein weiterentwickelt werden.

Prof. Dr. med. Dr. phil. Klaus Dörner
Psychiater, Hamburg

V 11: Den demografischen Wandel gestalten – Zur Rolle von Kirche und Kommune im ländlichen Raum (max. 20 TN)

Der demografische Wandel trifft die Regionen in der Bundesrepublik in ganz unterschiedlicher Weise. Bevölkerungsrückgänge durch Abwanderung und zu wenige Geburten ebenso wie die starke Alterung stellen viele ländliche Räume vor ganz neue Herausforderungen, Einrichtungen der Daseinsvorsorge zu erhalten und umzugestalten. Hinzu kommen wirtschaftliche Probleme, Arbeitsplatzverluste und eine prekäre Finanzlage vieler Kommunen. Neue Angebotsformen, ob in der Nahversorgung, der Altenpflege oder der kirchlichen Arbeit, sind unabdingbar. Wie kann es angesichts der demografischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen gelingen, die örtlich vorhandenen Potentiale zu nutzen und gemeinschaftsbringend zusammenzuführen, damit sich durch Aktivitäten der Einwohnerinnen und Einwohner, von Kirchen, Initiativen, Kommune und Organisationen der Wohlfahrtspflege die Lebensqualität erhält, vielleicht sogar verbessert?

Anhand konkreter Beispiele werden Schritte und Maßnahmen vorgestellt, die eigene örtliche Situation in den Blick zu nehmen und Ansatzpunkte für ein kooperatives Miteinander zu entwickeln.

Dr. Annett Steinführer
Thünen-Institut für Ländliche Räume, Braunschweig
Angela Biegler
Evangelische Erwachsenenbildung Niedersachsen, Hannover

V 12: Kooperation findet statt – wie Zusammenarbeit von Gemeinde, Diakonie und anderen gelingen kann (max. 20 TN)

Für die Zukunft kirchlich-diakonischer Arbeit werden Kooperationen immer wichtiger und auch wenn sie anfänglich vielleicht mehr Arbeit verursachen, zahlen sie sich letztlich für alle Menschen aus: durch eine größere Attraktivität der Angebote, neue Synergieeffekte und eine höhere Zufriedenheit der Beteiligten. Aus unterschiedlichen Sichtweisen werden die Aufgaben dargestellt, fördernde Faktoren, aber auch mögliche Hemmnisse erläutert und geklärt und gelungene Beispiele vorgestellt.

Jutta Schulte
Dipl.-Sozialarbeiterin, Abteilungsleiterin, Offene Altenarbeit des Diakonischen Werks Hannover
Hedda Beißner
Dipl.-Sozialarbeiterin, Offene Altenarbeit des Diakonischen Werks Hannover

V 13: Sorgende Gemeinden – Herausforderungen und Chancen für den Besuchsdienst (max. 20 TN)

In diesem Workshop gehen wir der Frage nach, wie Besuchsdienst so konzipiert und organisiert werden kann, dass potentielle und bereits tätige Mitarbeitende der Altersgruppe 60+ sich mit ihren Begabungen und Bedürfnissen wahrgenommen und umsorgt fühlen und so bei ihren Besuchen andere Menschen seelsorgerlich begleiten können.

Helene Eißen-Daub
Besuchsdienstarbeit, Haus kirchlicher Dienste
Marianne Storz
Besuchsdienstarbeit

Forumsleitung

Helene Eißen-Daub
Pastorin, Besuchsdienstarbeit, Haus kirchlicher Dienste
Peter Kolberg
Diakon, Männerarbeit, Haus kirchlicher Dienste
Rita Steinbreder
Diakonin, Frauenwerk, Sprengel Osnabrück & Ostfriesland-Ems
Karola Schmidt
Referentin, Arbeit mit Älteren, Haus kirchlicher Dienste