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Forum 1: Alter ist nicht gleich Alter - von der Pluralität des Älterwerdens

V 1: Sechzig+, aber nicht alt (max 70 TN)

Über die Situation der heutigen Menschen über 60

Der demografische Wandel und die damit verbundene „Gesellschaft des längeren Lebens“ ist inzwischen im Bewusstsein der Bevölkerung „angekommen“. Die „neue Altengeneration“ ist vielseitig interessiert, mobil, materiell relativ gut gestellt und tritt der nachberuflichen Lebensphase mit der positiven Erwartung und Haltung entgegen, diesen neuen Abschnitt selbstbestimmt und in aktiver Weise zu erfahren. Dieses vielfältige Verständnis der Lebensphase „Alter“ eröffnet auch Kirchengemeinden, die offen auf diese Altersgruppe zugehen und ihnen Entfaltungsräume bieten, die Chance, mit ihnen zu wachsen und neue Potentiale zu erschließen.

Prof. Dr. Jürgen Wolf
Alternswissenschaft, Hochschule Magdeburg-Stendal

Susanne Fetzer
Theologin, Journalistin, Buchautorin, Calw

V2: Lebensstile und Milieus in der Generation 60+ (max 20 TN)

Wie kann „milieu-sensible“ Arbeit mit Älteren aussehen?

Lebensstile und Wertorientierungen älterer Menschen sind bunt und vielfältig. Milieuanalysen dienen als Instrument, um diese Vielfalt besser zu verstehen und für die kirchliche Arbeit fruchtbar zu machen. Chancen und Grenzen dieser Methode werden durch Beispiele veranschaulicht. Praktische Übungen schulen die milieu-sensible (Selbst-)Wahrnehmung.

Ellen Eidt
Diakonin, Evangelische Hochschule Ludwigsburg

V3: Die im Dunkeln sieht man nicht – Armut im Alter (max 20 TN)

Senioren geht es statistisch gesehen gut, so gut wie nie zuvor. Aber: Die Altersarmut wächst. Bereits jetzt liegt jede zweite Rente, die bewilligt wird, unterhalb von 700,-€.

Armut im Alter führt in die Isolation. Wie können Kirchengemeinden Begegnungsangebote schaffen, Isolation überwinden und zur „sorgenden Gemeinschaft“ werden?

Marlis Winkler
Geschäftsführerin der Diakonischen Werke der Kirchenkreise Syke-Hoya und Grafschaft Diepholz

V 4: Das Alter neu entdecken – die Generation 60+ als Chance für Bildungsarbeit und Gemeindeentwicklung (max. 20 TN)

Die Lebensbilder und das Altersverständnis der älter werdenden Generationen wandeln sich – und damit auch ihr Verständnis von Bildungsarbeit. Oft jahrzehntelang in Kirchengemeinden praktizierte Modelle der Seniorenarbeit stoßen an ihre Grenzen. Traditionelle Formen des sog. „Altennachmittages“ mit Kaffee, Kuchen und Lichtbildervorträgen finden bei der Generation der „jungen Alten“ kaum noch Zuspruch. Gefragt sind neue Angebote, die Neugier wecken, Entwicklungsmöglichkeiten bieten und auf Einbeziehung und Aktivität setzen.

Welche Ansätze gibt es, und wie können diese vor Ort genutzt werden, um die Bildungsarbeit mit Älteren zugleich als Chance für die Gemeindeentwicklung zu nutzen?

Dr. Heike Köhler
Oberkirchenrätin, Landeskirchenamt Hannover
Dr. Melanie Beiner
Leiterin der Ev. Erwachsenenbildung Niedersachsen

Forumsleitung

Karola Schmidt
Arbeit mit Älteren, Haus kirchlicher Dienste

Hannelore Köhler,
Diakonin, Frauenwerk im Sprengel Lüneburg