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Quelle: HkD

Brennstoffzelle im Keller? Na klar!

11. Februar 2020

Blockheizkraftwerke gibt es schon lange, Brennstoffzellenheizungen sind neu. Eine Reihe von Firmen bieten sie mittlerweile an und der Bund gibt großzügige Förderungen für Privatpersonen und auch Kirchengemeinden…

Unter den Heizungen mit fossilen Energieträgern haben sie mit Abstand die beste Klimabilanz. Deswegen sind sie besonders dort zu empfehlen, wo Heizungen mit regenerativen Energieträgern nicht in Frage kommen. Allerdings darf man sich von den hohen Investitionskosten nicht schrecken lassen, die auch trotz der extrem hohen staatlichen Förderung nicht gerade gering sind. Als guter Kaufmann oder Haushalter achtet man jedoch nicht in erster Linie auf die Investitionskosten, sondern auf die Wirtschaftlichkeit über die gesamte Lebensdauer. Wer nicht kreditwürdig ist oder keine Ersparnisse hat, also nicht liquide ist, kann sich keine Brennstoffzellenheizung leisten. Für Kirchengemeinden oder kirchliche Einrichtungen trifft das jedoch nicht zu. Die Klimaschutzbeschlüsse der Landeskirche fordern alle kirchlichen Körperschaften dazu auf, alle Klimaschutzinvestitionen zu realisieren, die wirtschaftlich sind, auch wenn dafür die Ersparnisse nicht reichen, siehe Aktenstück 38 der 25. Landessynode: https://www.kirchliche-dienste.de/arbeitsfelder/umweltschutz/Klimaschutz
Wirtschaftlich wird eine Brennstoffzellenheizung dann, wenn der erzeugte Strom zu einem möglichst großen Teil selbst verbraucht werden kann und wenn das Gebäude einen hohen Wärmebedarf hat. Bei Gemeindehäusern, Kirchen und Pfarrhäusern wird eine Brennstoffzellenheizung vor allem dann wirtschaftlich sein, wenn mit der Heizung nicht nur ein Gebäude versorgt wird und wenn es sowohl einen Spitzenlastkessel als auch ein Pufferspeicher gibt.  Angesichts des Klimawandels ist bei jedem Heizungsneubau zu überprüfen, ob eine Heizung mit regenerativen Energieträgern oder eine Brennstoffzellenheizung einsetzbar wäre.