Dichtung und Daten-Wahrheit

Wie in der Petrusgemeinde Gretesch mit kleinen Schritten viel Energie gespart wird

Die Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Petrus in Gretesch engagiert sich seit 2008 beim Umweltmanagementsystem „Der Grüne Hahn“. Mit vielen kleinen Maßnahmen haben Ehren- und Hauptamtliche den Energieverbrauch in den vergangenen acht Jahren nahezu halbiert. Dazu verringerte die Kirchengemeinde z. B. die Raumtemperatur in der Kirche um die Hälfte, sobald sie nicht genutzt wird. Gedämmt ist die Decke der Kirche mit einer einfachen Zellulosedämmung. Kellerwände und -decken halten Wärme und Kälte mit Hartschaumplatten im Zaum. Die Ehrenamtlichen dichteten spürbare Ritzen und Zuglöcher einfach ab. So genannte Datenlogger kontrollieren mittlerweile Raumtemperatur und -feuchte und eine Funk-Heizkörpersteuerung mit individuellem Programm sorgt für ausreichend Wärme zum richtigen Zeitpunkt. So heizt die Kirchengemeinde kontrolliert und vermeidet auf kostengünstige Weise unnötige Wärmeverluste. Bei ohnehin anstehenden Sanierungen entschied sich der Kirchenvorstand in oft genutzten Räumen für wärmegedämmte Fenster und Türen und während der Heizperiode nutzen Gruppen die Räume nach einem ausgeklügelten Plan. Außerdem strahlen heute Energiesparlampen mit Ökostrom und die Erträge der PV-Anlage kommen der Kirchengemeinde zugute.

Mit großem Engagement in kleinen Schritten erzielte das Umweltteam in Gretesch Erfolge, die häufig ohne große Investitionen auskamen. Zuerst wurde Energie eingespart, dann Bisheriges effizienter gemacht, nun sollten weitere erneuerbare Energien folgen: Das Umweltteam plante gründlich, wie die vorhandenen Heizungsanlagen durch eine gemeinsame Pelletheizung für Kirche und Gemeindehaus – verbunden durch eine Nahwärmeleitung – zu ersetzen wäre, doch diese Investition wurde leider nicht genehmigt. Dabei wäre die Gemeinde dadurch fast klimaneutral geworden, so wenige Treibhausgas-Emissionen wären dabei entstanden. Dennoch wurde viel erreicht und ein Scheitern soll nicht den Blick auf Erfolge trüben! Die Ideen gehen der Gemeinde jedenfalls immer noch nicht aus.

„Klimaschutz ist Schöpfungserhalt: das ist unsere Lebensgrundlage.“

(Martina Jandeck, Mitglied im Umweltteam)