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Quelle: HkD

Überhangflächen auf kirchlichen Friedhöfen

Nachricht 14. November 2014

Wiederholung der Tagesveranstaltung vom 15. November 2014 auf Grund der hohen Nachfrage am 7. Februar.

Über „Naturschutz auf Friedhöfen“ sprachen im zweiten landeskirchenweiten Seminar zu dem Thema 50 Teilnehmende in die Räumen der Lobetalarbeit in Celle am 15. November. Der Veranstaltungsort war von Gabriela Gust und Reinhard Benhöfer aus dem Haus kirchlicher Dienste mit Bedacht gewählt worden. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Lobetalarbeit liegt der Waldfriedhof Celle.
Eine ausführliche Exkursion über diesen Friedhof unter Anleitung von Landschaftsplaner Dr. Martin Venne, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Kassel  und Spezialist für Friedhofsgestaltung, veranschaulichte die Beiträge der Referenten. Werden Friedhöfe naturnah gestaltet, steigert sich die Attraktivität. Die wachsende Nachfrage nach Bestattungen in naturnahen Umgebungen führt zu ständigen Neugründungen von Bestattungswäldern. Gleichzeitig sinkt die Flächennachfrage auf Friedhöfen, obwohl die Sterbezahlen ansteigen. Das bringt Gebührenhaushalte von Friedhofsträgern immer dann in Bedrängnis, wenn mit höheren Bestattungszahlen kalkuliert wurde. Auch der kontinuierliche Anstieg der Feuerbestattungen lässt die Flächennachfrage auf Friedhöfen sinken. Die entstehenden Überhangflächen können aber nicht wie selbstverständlich beispielsweise als Bauland vermarktet werden. Die Freiflächen liegen meistens in den bestehenden Gräberfeldern und sind dadurch jeder Vermarktung entzogen.

Die beschriebene Gesamtsituation führt zur Herausforderung, ökonomisch und ökologisch mit neuen Konzepten zu reagieren. Die ökologische Aufwertung und die ökonomische Zukunftsfähigkeit gehen dabei Hand in Hand. Naturnahe Umgestaltung von Wegen und Flächen senkt den Unterhaltungsaufwand und steigert die Attraktivität. Gleichzeitig steigt die Artenvielfalt.
Wegen der sehr starken Nachfrage wurde das Seminar am Samstag, 7. Februar 2015 wiederholt. Auch zu dieser Veranstaltung fanden sich mehr als 50 Teilnehmende ein.
Kosten senken, Nachfrage steigern und Biodiversität fördern, diese Ziele verspricht das neue Umweltmanagementsystem auf kirchlichen Friedhöfen zu erreichen.
Zur Folgeveranstaltung am Samstag, 9. Mai 2015 sind Friedhofsträger eingeladen, die Qualitätsmanagement für ihre Friedhöfe einführen wollen.

10 Schritte fürs Friedhofsmanagement und Programm des 7.2.2015 

Waldfriedhof Celle

Waldfriedhof Celle