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Kapelle in Otze

Otze, _Kapelle zur Otze_200

Auskünfte: http://www.kirche-ehlershausen.de/kapelle-otze.html

 

Beschreibung der Kapelle in Otze

Der Ort Otze wird erstmalig 1321 in einem Güterverzeichnis des St. Michaelisklosters zu Hildesheim erwähnt.

Ursprünglich - in katholischer Zeit - war die Kapelle der Maria geweiht. Sie liegt im alten Dorfkern, am Lindenbrink, umgeben von alten Gebäuden. Der freistehende hölzerne Glockenturm ist typisch für diese Gegend.

Der Altarraum, der älteste Teil der Kapelle, war ursprünglich ein achteckiger Raum im gotischen Stil (um 1300). An diesen ältesten Teil wurde 1450 das Kapellenschiff angebaut. Der untere Teil des Baues besteht aus Feldsteinen.

Ausstattung:

Das Innere der Kapelle wird durch die mit Ornamenten bemalte Holzdecke (1450), den spätgotischen Marienaltar (1460), den

Apostel- bzw. Weihekreuzen an den Wänden geprägt. Eine Buntglasscheibe (Christus am Kreuz) dürfte wohl die wertvollste und älteste Glasmalerei der Kapelle sein. An der Westseite sind noch drei Gedenktafeln für Verstorbene mit Totenkronen zu sehen. Auf den Tafeln wurden Geburts- und Todestag sowie ein Sinnspruch des Verstorbenen aufgezeichnet.

Der Glockenturm trägt mehrere Glocken, darunter eine von 1460 mit der Inschrift:

Us God geve siner sele rad
Berend Klinghe de mi gaten had
S Katarina S Margareta S Maria Magdalena

Darunter steht:

Maria bin ik geheten
de van Ocese hebben mi laten geten
Nicolaus anno dm mcccclxi