heidekirchen_nordheide_kopfgrafik

St. Marien Scharnebeck

26_Scharnebeck200

Auskünfte: www.kirche-scharnebeck.de

Beschreibung von St. Marien

Namenspatronin der ehemaligen Klosterkirche ist Maria, die Mutter Jesu.

Im Jahre 1253 verlegte man das Zisterzienserkloster St. Marien von Steinbeck bei Bispingen nach Scharnebeck. Dort gelangte es zu hoher Blüte und großem Einfluss. 1367 wurde die Klosterkirche fertig gestellt und mit 14 Altären geweiht.

Nachdem der seit 1521 mit der Reichsacht beladene Herzog Heinrich der Mittlere am 30. März 1528 aus dem französischen Exil zurückgekehrt war, berief sein Sohn Ernst der Bekenner zum 9. April einen Landtag nach Scharnebeck ein, um seinen altgläubigen Vater des Landes zu verweisen. Der Landtag verweigerte aber die Zustimmung, woraufhin der junge Herzog der altgläubigen Partei entschiedener als zuvor entgegentrat und in kurzer Zeit die Reformation im Fürstentum Lüneburg durchsetzte.

1529 wurde das Kloster Scharnebeck aufgehoben, nachdem Abt und Konvent die evangelisch-lutherische Konfession angenommen hatten. Aus der ehemaligen Klosterkirche war nun eine Gemeindekirche geworden. Nach jahrelanger baulicher Vernachlässigung brach man 1712 Teile der alten Klosterkirche ab. Pfingsten 1724 wurde die Kirche nach einem Umbau neu eingeweiht.

Von der alten Klosteranlage sind außer den Umfassungsmauern des ursprünglichen Chores nur noch einige Bögen des Kreuzganges erhalten.

Ausstattung:

Kanzelaltar von 1724. Taufe und Messingschale um 1600. Marienstatue aus dem 14. Jahrhundert. Das reich geschnitzte Chorgestühl wurde 1960 aus Resten des mittelalterlichen Gestühls (um 1370) rekonstruiert. Glasfenster im Chor von 1960. Orgelprospekt von 1754.