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Gutskapelle Breese im Bruche

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Beschreibung der Gutskapelle

ANNO DNI 1592 Hatt Otto Grote und Elisabet von Holle Diese Kirche zu bauwen angefangen vndt mit Gottes Hülffe uorfertigen Lassen.

So steht es auf einer Sandsteintafel über dem Haupteingang zur Breeser Gutskapelle, einem besonderen Kleinod; sie ist beinahe ein ländliches Abbild der Celler Schlosskapelle, umgeben vom ehemaligen Friedhof.

Als Gutskapelle und Familiengrablege ist das Gebäude im Renaissancestil errichtet: Äußerlich ein schlichter Bau mit Ziegeln und Feldsteinpartien, die Sakristei in Fachwerk; es grüßt ein Dachreiter mit Schlagglocke; im Inneren ein außergewöhnlicher Reichtum an Deckenmalerei auf dem Tonnengewölbe, ein einzigartiges Werk in dieser Gegend.

Erklärbar ist die Anlage durch Beziehungen der Familie Grote im 16. Jahrhundert nach Celle sowie über die Verwandtschaft mit der Familie von Holle zur Hämelschenburg, einem herausragenden Werk der Weserrenaissance.

Ausstattung:

Vollständig ausgemaltes hölzernes Tonnengewölbe mit Szenen aus dem Alten Testament: Sündenfall, Sintflut, Opferung Isaaks, Erhöhung der ehernen Schlange als grundlegende Darstellungen der protestantisch-reformatorischen Theologie im Hinblick auf Gesetz und Gnade; gerahmt wird dieser Teil von den 12 Propheten und 12 Aposteln.

Hineinkomponiert in diese biblisch geprägten Bilder sind die Wappenschilde der Vorfahren des Gründerpaares Otto Grote und Elisabeth von Holle. Epitaphe (u. a. von 1651) an den Wänden, der Grabstein des Stifters vor dem Altar.