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Markus in Schneverdingen

Beschreibung der Eine-Welt-Kirche

Eine neue Kirche - ganz aus Holz.

Kirchengemeinde und Kirche sind noch jung. Die Markusgemeinde Schneverdingen wurde zum 01.01.1994 durch Abtrennung von der Ev.-luth. Kirchengemeinde Peter-und-Paul gegründet. Sie umfasst das östlich der Bahnlinie Soltau - Buchholz (Heidebahn) liegende Stadtgebiet von Schneverdingen und hat ca. 2.600 Mitglieder.

Die Eine-Welt-Kirche wurde 1999 als Untervorhaben des EXPO2000-Projektes Weltforum Wald erbaut. Sie gab dem Gesamtprojekt einen für jedermann erkennbaren Hinweis auf die angestrebte Ganzheitlichkeit. Der Dreiklang Mensch-Natur-Technik konnte mit der Eine-Welt-Kirche verdeutlicht und wesentlich erweitert werden.

Die Eine-Welt-Kirche steht nicht „en passant“ an einem Weg. Mitten durch das Gebäude hindurch verläuft ein Fußweg, der seit Jahrzehnten zwei Bereiche Schneverdingens mit einander verbindet. Als Weg zur Schule und zum Kindergarten hat er auch heute noch Bedeutung.

Im Grundriss des Gebäudes verschmelzen symbolisch historische Formen. Im Sakralraum finden sich die Symbolformen KREIS (für Weltkreis, Ewigkeit, Einheit Gottes) und QUADRAT (für die vier Himmelsrichtungen der Erde, die vier Jahreszeiten, die vier klassischen Elemente). Während das Quadrat durch die Außenwände gebildet wird, zeichnet sich der Kreis in der farblichen Gestaltung des Fußbodens, der Form der Empore und der Lichtkuppel ab. Beide Formen durchdringt ein KREUZ in der Gestaltung des Fußbodens, dessen Querbalken in den Treppenhäusern enden, während der Kopfpunkt des senkrechten Kreuzbalkens den Altarraum und der Fußpunkt den Nebenraumbereich aufnimmt. Alle drei geometrischen Figuren haben einen gemeinsamen Mittelpunkt, über den sich der Turm mit integrierter Lichtkuppel erhebt und als kombinierter Glocken-, Licht- und Thermikturm eine weitere Besonderheit darstellt. Für den Bau der Eine-Welt-Kirche wurden besondere Techniken gewählt. Sie demonstrieren Lösungen, die in Harmonie mit der Natur stehen und für den Menschen zukunftsweisend sind. Verarbeitet wurde - zum Teil geringwertiges - Holz mit Hilfe der noch wenig verbreiteten Brettstapelbauweise zu massiven Bauelementen für Wände, Dächer, Decken und Fassaden.

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