Füreinander in Zeiten von Corona

Die Zeiten der Krise bringen das Leben aller Menschen durcheinander und sortieren die Arbeit in den Kirchengemeinden neu. Gerade auch die Arbeit mit, von und für Ältere kann nicht mehr in den gewohnten Bahnen laufen. Vielfältige neue Herausforderungen stellen sich.

Ideen und Impulse zum Nachmachen

Wir wollen Ihre Arbeit in den Gemeinden, Regionen und Kirchenkreisen mit konkreten Ideen zum Nachmachen und Weitergeben, mit Impulsen und Gedanken unterstützen. Gerne können Sie uns auch Ihre Ideen und Impulse zuschicken.

Gute Nachbarschaft

Auch unsere Nachbarn in der Nordkirche haben Ideen gesammelt, wie wir in Zeiten von Corona füreinander da sein können.
 

Bei Anruf: Musik!

Ein ganz tolles Projekt haben wir bei der Demenzhilfe Hamburg entdeckt. Live Musik für Senior*innen per Telefon - in diesem Fall von Musiker*innen der Elbphilharmonie. Wir denken aber, dass diese Idee sich sicher auch in den kirchengemeindlichen Kontext übertragen lässt. Falls Sie es ausprobieren, wären wir ganz gespannt auf Ihre Erfahrungen.

Telefonkonferenzen mit Älteren

Da ältere Menschen sich in besonderem Maße vor dem Corona-Virus schützen müssen, sollen sie zuhause bleiben. Damit auch unter diesen Bedingungen ein Austausch untereinander stattfinden kann, bleibt nur das Telefon, denn der Umgang mit Computer und Smartphone ist vielen Älteren fremd. Beim Treffpunkt 50 plus der Akademie Bad Boll haben wir ein interessantes Format entdeckt.

Erinnerungen teilen

Erinnerungen
Foto: congerdesign Pixabay

Ältere Menschen haben schon viele Krisenzeiten in ihrem Leben durchgestanden. Ihre Erinnerungen an das, was ihnen in solchen Zeiten geholfen hat, sind wertvoll. Die Kirchengemeinden der Region FriedO in Südniedersachen haben Gemeindeglieder ab 70 Jahren angeschrieben und sie ermutigt Krisenerinnerungen aufzuschreiben. Daraus wurde ein kleines Heft erstellt. So wird deutlich, Senioren und Seniorinnen sind nicht nur Schutzbedürftige, sondern können wertvolle Erfahrungen teilen.

Briefe an Ältere in der Gemeinde

Foto Pixabay Bruno Germany

Nicht nur jetzt in Zeiten der Corona Krise ist Beziehung, Verbundenheit und Kontakt für alle Menschen wichtig. Aktuell boomt die digitale Vernetzung. Aber Ältere sind oft gar nicht oder wenig geübt mit diesem Medium. Deshalb ist der Kontakt über Briefe und Telefon wichtig. Unser Vorschlag: Schreiben Sie in regelmäßigen Abständen Briefe, ermutigen Sie andere Briefe zu schreiben.

Rituale helfen

Abendspazierung. Foto: Susanne Ruge/HkD

Ein Virus verändert derzeit das Leben, den Rhythmus und das Beziehungsgefüge der Menschen. In Corona-Zeiten sind Menschen mehr auf sich selbst zurückgeworfen und leben gezwungenermaßen im Exil nach innen. Das geht Menschen aller Generationen so – es gilt aber in besonderem Maße den Älteren.

Telefonbesuche

Ideen für eine gute Begleitung in der Corona-Krise

Foto: Frauke Wohlers, HkD

Wie können wir in der jetzigen Situation Menschen im Telefonat unterstützen, die eigenen inneren Stärken wieder zu entdecken oder neu zu phantasieren, damit die Seele Ankerpunkte für die Hoffnung entdeckt? Wie können wir das Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit und die Resilienz stärken?

Passionsandachten

In der gegenwärtigen Situation, in der die meisten von uns Zuhause bleiben müssen, fehlt vielen der Kontakt untereinander und auch der Kontakt zu der eigenen Kirchengemeinde. Die gemeinsam gefeierten Gottesdienste sind derzeit nicht möglich. Anstelle dessen bieten wir hier Vorlagen für häusliche Passionsandachten an. Schauen Sie gerne hinein und fühlen Sie sich darin auch mit den anderen verbunden, die diese Andachten ebenfalls für sich oder im kleinen Kreise beten.