kopfgrafik_PAN_151_östl_religionen

Grafik: HkD

Entwicklungen

buddhistisches_zentrum_-in_deutschland_web
Buddhistisches Zentrum in Deutschland. Foto: Jürgen Schnare/HkD

Der Buddhismus ist eine missionierende Religion, die sich im Laufe ihrer fast 2.500-jährigen Geschichte als sehr wandlungs- und anpassungsfähig erwiesen hat. Darum können wir davon ausgehen, dass er nicht nur Fuß fassen wird bei uns, sondern sich auch weiter entwickeln wird. Gleichzeitig werden Impulse aus dem Buddhismus heraus auch bei uns wirksam. Die asiatische Lehre von Karma und Reinkarnation, die der Buddhismus mit dem Hinduismus teilt, findet mittlerweile viele Anhänger. Aber auch die buddhistische Praxis der Achtsamkeit hat sich in christliche Meditation, Psychotherapie und Alltagsweisheit hinein ausgebreitet.

Eine Religion, die ohne den Glauben an einen persönlichen Gott auskommt und viele Menschen anspricht, die nicht mehr Christen sein wollen, stellt eine große Herausforderung für die christliche Theologie und die Kirchen dar.

Ähnlich wie das beim Hinduismus der Fall ist, haben sich auch im buddhistischen Bereich neue religiöse Phänomene herausgebildet, die als sektenhaft wahrgenommen werden und tibetische Lamas können genauso Grenzüberschreitungen begehen wie hinduistische Gurus. (Lama ist die tibetische Entsprechung zum indischen Begriff Guru.) Solche Fälle gehören dann mitunter in den Bereich der Weltanschauungsarbeit.