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Grafik: HkD

Info-Tipps für Ehrenamtliche

Info-Tipps für Ehrenamtliche in der Arbeit mit Geflüchteten

Erst-Informationen für Flüchtlinge

  • Refugee-Guide: Orientierungshilfe für Flüchtlinge
    Nützliche Tipps und Informationen für das Leben in Deutschland. Die 15-seitige Broschüre gibt es in 17 Sprachen zu Themen wie:  Öffentliches Leben, persönliche Freiheiten, gesellschaftliches Zusam-menleben, Gleichberechtigung, Umweltfreundlichkeit, Essen/Trinken und Rauchen, Formalitäten und Verhalten in Notfällen. Als Online-Variante und Download unter: www.refugeeguide.de
  • Deutschland. Erste Informationen für Flüchtlinge
    Hrsg.: Konrad-Adenauer-Stiftung u. Herderverlag, Freiburg 2015, ISBN 978-3-451-34939-3
    Themenbereiche des 141-seitigen Buches in Arabisch-Deutsch sind: Deutschland verstehen (Staatsform, Rechtssystem, Land, Bevölkerung, Religion u.a.), Grundlagen für ein Leben in Deutschland (Freiheit, Religionsfreiheit, Recht u. Gesetz, Illegale Einwanderung usw.), Ankommen in Deutschland (praktisches Wissen für die ersten Tage, Einreise, Registrierung als Asylsuchender, Asylantrag, persönliche Anhörung usw.) und Leben in Deutschland (Praktisches für den Alltag, wie Einkaufen, Essen u. Trinken, Benutzung von Verkehrsmitteln, Deutsch lernen u.a.).
    www.herder.de (Informationen für Flüchtlinge), auch als App:https://itunes.apple.com/de/app/deutschland-erste-informationen/id1047598683?mt=8
  • WILLKOMEN – WIE DEUTSCHE LEBEN UND GLAUBEN
    Hrsg.: SCM Bundes-Verlag der Stiftung Christliche Medien, Witten 2015
    Die 42-seitige Broschüre will Menschen aus anderen Kulturen einladen, die deutsche Kultur und den christlichen Glauben kennen zu lernen. Themen: So ticken die Deutschen (z.B. Guten Tag, Pünkt-lichkeit, offen Reden, mittags/ abends und sonntags lieber ruhiger), Es wird gefeiert (z.B. Weihnach-ten, Ostern, Pfingsten, 10 Gebote), Deutschland – praktisch (z.B. Schule, Ämter, Recht, Umwelt-schutz, Symbole in Deutschland), Wie leben Christen ihren Glauben? (Ein heiliges Buch, Ein per-sönlicher Gott u.a.), Glaube, Hoffnung, Liebe (z.B. Sätze, die Jesus in der Bibel sagt, Eine Ge-schichte, die Jesus erzählte). In Englisch, Deutsch und arabischer Sprache unter Tel: 02302/93093-910 kostenlos erhältlich. Oder als Download: www.bundes-verlag.net/willkommen
  • Ankommen- App
    Ein Wegbegleiter in fünf Sprachen (Arabisch, Englisch, Farsi, Französisch und Deutsch) für die ersten Wochen. Themenbereiche: Deutsch lernen, Leben in Deutschland, Asyl/Ausbildung und Arbeit.
    Hrsg.: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Bundesagentur für Arbeit, Goetheinstitut und Bay-rischer Rundfunk. Siehe: https://www.ankommenapp.de
  • „Ich will Deutsch lernen“
    Freier Online Kurs des Deutschen Volkshochschulverbandes und Internetplattform für Deutsch als Zweitsprache und Unterricht mit Flüchtlingen. Siehe: www.ich-will-deutsch-lernen.de

Erst-Informationen für Ehrenamtliche

  • Flüchtlinge in Niedersachsen: Was kann ich tun?
    Tipps und Informationen für (ehrenamtliche) Begleiterinnen und Begleiter von Flüchtlingen
    Hrsg.: Caritas und Diakonie in Niedersachsen und Haus kirchlicher Dienste, Hermannsburg, Dez. 2014/ Januar 2015. Aktualisierte Broschüre erscheint im Frühjahr 2016.
    Themenbereiche der 72-seitigen Broschüre sind: Flüchtlinge - wer ist gemeint? Flüchtlinge im Asyl-verfahren - Anhörung, Anerkennung, Ablehnung, Wohnsituation, Asylbewerberleistungsgesetz, Traumatisierte Flüchtlinge, Kinder und Frauen - besondere gesundheitliche Bedürfnisse, Zugang zum Arbeitsmarkt, Sprachförderung für Flüchtlinge, Kindergarten und Schule, Begleitung, Begegnung, Berührungspunkte - weitere Angebote für Flüchtlinge nach dem Asylverfahren. Weiter gibt es Anregungen für Ehrenamtliche zu Themen, wie: Interkulturelle Kompetenz und Ziel des Ehrenamts, Sprachliche Brücken schaffen: Wo und wie finde ich einen Dolmetscher, Stolpersteine im Rahmen des persönlichen Engagements, Hilfreiche Begleitung und weiterführende Links und Kontaktadressen.
    Als Download: www.kirchliche-dienste.de/migration
  • Herzlich Willkommen. Wie man sich für Flüchtlinge engagieren kann
    Hrsg.: Förderverein Pro Asyl e.V., Frankfurt /Main 2015
    Die 48-seitige Broschüre gibt Anregungen, wie und wo sich Ehrenamtliche einbringen können. Folgende Themen werden angesprochen: Herzlich Willkommen, Raus aus dem Lager, Begegnung auf Augenhöhe, Rein ins Leben, Partei ergreifen, Rechte kennen – Rechte durchsetzen, Gesundheit, Im Asylverfahren gut beraten, Eins zu Eins: Patenschaften, Leben retten - Syrische Flüchtlinge herholen, Sich informieren, Mitarbeiten, Fördern. Als Download: www.proasyl.de/mitmachen
  • Willkommen. Ratgeber für Ehrenamtliche zur Unterstützung von Flüchtlingen in Niedersachsen
    Hrsg.: Verbindungsbüro zur Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe bei der Niedersäch-sischen Staatskanzlei, Hannover 2015
    Der 34-seitige Ratgeber enthält Informationen und Tipps für Flüchtlinge, wo sie Unterstützung bekommen und für Ehrenamtliche, wie sie konkret unterstützen können. Behandelt werden dabei Themen wie: Ehrenamt in der Flüchtlingsarbeit. Institutionen, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren. Informationen über Asylbewerber, Flüchtlinge mit Aufenthaltserlaubnis, subsidiär Schutzberechtigte, Geduldete u.a.. Weiter werden mögliche Aufgabenfelder für Ehrenamtliche beschrieben: bei Ankunft der Flüchtlinge, Ausstattung Wohneinheit, Mobilität, öffentlicher Nahverkehr, Behördengänge, medizinische Versorgung, Arztbesuche, Schulpflicht, Arbeit und Ausbildung. Der Ratgeber gibt auch Antworten auf häufige gestellte Fragen. Als Download unter:
    www.migrationsbeauftragte-niedersachsen.de/ratgeber-fuer-ehrenamtliche-2/
  • Dialogratgeber zur Förderung der Begegnung zwischen Christen und Muslimen in Deutschland
    Hrsg.: Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) und Koordinierungsrat der Muslime (KRM), Hannover 2015
    Das 20-seitige Heft gliedert sich in drei Kapitel. Das 1. Kapitel befasst sich mit „Grundlegendem“ wie: Was ist ein Dialog? Vertrauen wachsen lassen, Andere wertschätzen, Augenhöhe wahren usw. Das 2. Kapitel „Herausforderndes“ geht ein auf Themen wie: Kritik üben, Mit Bibel und Koran umgehen lernen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede prüfen, Religiöse und kulturelle Zuschreibungen reflektie-ren usw. Im 3. Kapitel geht es um „Praktisches“. Es werden Hinweise für die Begegnung in Moscheen und Kirchen, Kindergärten und Kindertagesstätten, Schulen, Krankenhäuser und Alten- und Pflegeheime gegeben.
    Als Download: https://www.ekd.de/EKD-Texte/dialogratgeber_christen_muslime.html
  • Broschüren der Bundeszentrale für politische Bildung
    Zahlreiche aktuelle Informationen über Flucht und Asyl, Fluchtpunkt Europa, Einwanderung und Asyl, Geschlechter, Grundgesetz (auch auf Arabisch), Grundrechte und vieles mehr können über den On-lineshop der Bundeszentrale für politische Bildung bezogen werden. Siehe: www.bpb.de/shop
  • Stadtbibliotheken
    Diverse Materialien bzw. Lernboxen mit Büchern sowie andere Medien für den Deutschunterricht mit Geflüchteten und mehrsprachige aktuelle Zeitungen sind ausleihbar bzw. stehen zur Verfügung!


Arbeitshilfen-Tipp für Kirchengemeinden

Arbeitshilfe für die Gemeindearbeit: Basiskurs Flüchtlingsbegleitung
Hrsg.: Arbeitsgemeinschaft Erwachsenenbildung in der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck (AGEB) und Diakonie Hessen. Oktober 2015. Download unter: http://www.diakonie-hessen.de/themen-der-diakonie/fluechtlinge/broschueren.html
Die 63-seitige Arbeitshilfe kann auch per Mail kostenlos über die Diakonie Hessen bestellt werden: anna.sophie.schelwis@diakonie-hessen.de oder regina.ibanek@ekkw.de.

Die Arbeitshilfe gibt methodisch/didaktische Hinweise und Materialien für die Durchführung eines Basiskurses Flüchtlingsbegleitung für Ehrenamtlichen in Kirchengemeinden, die mit der Begleitung von Menschen auf der Flucht gerade begonnen haben oder beginnen möchten.
Mit dem  Basiskurs soll die Entwicklung einer Begleitgruppe für Flüchtlinge in der Gemeinde gefördert werden.
Für Ehrenamtliche bzw. Gruppen, die schon länger in der Flüchtlingsbegleitung tätig sind, eignet sich diese Arbeitshilfe nicht. Für diese Gruppen werden in Hessen spezielle Fachtage angeboten.

Ziele des Basiskurses sind:

  • Vermittlung von grundlegenden Informationen zu Flucht und Asyl und den Rahmenbedingungen des ehrenamtlichen Engagements.
  • Klärung von Motivation und Möglichkeiten des Engagements vor Ort.
  • Flüchtlinge selbst zu Wort kommen lassen und sie nach ihren Wünschen fragen, statt vorschnell zu wissen, was sie brauchen.
  • Verständnis wecken, dass Flüchtlinge nicht in erster Linie Objekte unserer Hilfe, sondern Fachleute des Themas Flucht und Flüchtlinge sind.
  • Ideen entwickeln, wo man Flüchtlinge selbst in die Ehrenamtsarbeit einbinden kann.
  • Grenzen des ehrenamtlichen Handels realisieren.


Der Basiskurs umfasst 9 Stunden gliedert sich in drei Einheiten, die im Rahmen von zwei Abenden (mit jeweils 2,5 Stunden) und einem Tagesseminar (mit 4 Stunden) innerhalb von 3 Wochen durchge-führt werden sollen.
Die Konzeption der drei Einheiten orientiert sich an den Leitfragen:
1. Einheit: Was kann ich tun? Und: Was können wir als Gruppe tun?
2. Einheit: Was will ich tun? Und: Was wollen wir als Gruppe tun?
3. Einheit: Wie kann ich es tun? Und: Wie können wir es als Gruppe tun?

In der 1. Einheit geht es um die Themen Willkommen gestalten, interkulturelle Sensibilisierung und Kommunikation. Dafür werden nach einer Anfangs- und Kennenlernrunde zunächst Zahlen und Fak-ten zu Flucht und Asyl präsentiert. Eine erste interkulturelle Sensibilisierung erfolgt mittels der Übung „Privilegiencheck“. Für die anschließende Vertiefung wird sich mit Flüchtlingsporträts, die Einblicke in die Situation von Flüchtlingen geben, auseinandergesetzt.

Einheit 2 behandelt die Themen Ehrenamt, Möglichkeiten und Grenzen ehrenamtliche Engagements, Selbstreflexion, Raum für Ängste und Visionen. Nach einer Eingangsreflexion zum Text „Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen“ (Matthäus 25,35.), geht es um die Rahmenbe-dingungen der ehrenamtlichen Arbeit. Entsprechende Merkblätter werden besprochen. Danach erfolgt eine Auseinandersetzung mit den Aspekten „Geben und Nehmen – Wechselspiel im Engagement“ und die Reflexion der eigenen Rolle in der Flüchtlingsbegleitung. Nach dieser Selbstreflexion gibt es Basisinformationen zur rechtlichen Situation, dann werden die Struktur und die Akteure der Flücht-lingsarbeit vor Ort aufgezeigt und die Grenzen des ehrenamtlichen Engagements besprochen.
Anschließend wird mit den Flüchtlingsporträts aus der 1. Einheit weiter gearbeitet, indem erste Ideen für ein Unterstützungskonzept und Verabredungen für die Situation vor Ort ausgetauscht werden.

In der 3. Einheit geht es um konkrete Arbeitsformen und Checklisten für die eigene Flüchtlingsbe-gleitung. Nach der Präsentation der aktuellen Zahlen und Fakten aus der eigenen Gemeinde werden gemeinsam Ansätze bzw. Arbeitsformen für die Weiterarbeit entwickelt und ggf. auch Kooperationen mit anderen Beteiligten initiiert. Die Teilnehmenden überprüfen, wo und wie sie sich engagieren wollen. Zum Schluss werden die Zuständigkeiten und Vereinbarungen geklärt.