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Bild: Fiedels @ fotolia.com, Grafik: HkD

Felicianus Kirchengemeinde Weyhe

Thema:
Seit 17.02.2016 gibt es ein Begegnungscafé für Einheimische und Flüchtende. Begegnungscafé ist ein Ort an dem sich unterschiedliche Akteure einbringen können und an dem die Kirche die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.

Homepage Felicianus Kirchengemeinde

Interview mit Hannelore Leifeld

Was versprechen Sie sich von der Teilnahme an der Initiative Gemeinwesendiakonie?
Davon verspreche ich mir sehr viel. Ich möchte das Allerweltscafé noch mehr bekannt machen in der Kirchengemeinde, auch in der Kommune. Es soll in der Bevölkerung noch mehr wahrgenommen werden, so dass die Menschen sagen: „Oh, hier macht Kirche etwas ganz Tolles. Kirche engagiert sich.“ Wir sind da in den letzten Jahren, – ich mache schon ewig etwas in der Kirche – wieder etwas aus dem öffentlichen Bewusstsein zurückgedrängt worden. Wir machen nicht so viel, wo wir auffallen, außer bei der Kirchenmusik. Das ist ganz toll. Aber sonst passiert bei uns leider nicht so viel. Und da war es für mich richtig toll, dass wir endlich mal etwas machen und dass auch alle drei Pastoren dabei sind, die dahinter stehen.

Was genau möchten Sie in den nächsten Jahren erreichen?

Wir möchten auf jeden Fall diese Gruppe Ehrenamtlicher des Cafés ausbauen, weil da ganz viel Potenzial ist, auch für Jugendliche. Wir haben einen guten Draht zu unserem Flüchtlingslotsen. Das ist ein Afghane und der betreut jede Familie und der sagt immer: „Auf der Strecke bleiben die Jugendlichen, die nicht mehr schulpflichtig sind und die noch nicht in die Berufsschule dürfen.“ Da wollen wir uns ganz besonders drum kümmern. Das wäre so ein Schwerpunkt. Wir wollen mehrere Module erstellen, rauskitzeln, was für Fähigkeiten die Leute haben. Wir haben bei den Gästen eine Umfrage gemacht: Sport wird gewünscht. Frauen wollen zusammen kochen. Wir wollen mit denen Fahrradtouren machen. Es gibt so viel zu tun, da könnte ich jetzt eine Stunde von meinen Ideen erzählen. Aber die kann ich ja nicht alle umsetzen. 

Wie steht die Gemeinde zu dem Angebot des Begegnungscafés?

Das ist eine gute Frage. Seit Februar läuft das Café, aber einen Kirchenvorsteher habe ich da noch nicht gesehen. Ich sage: „Wissen die, dass es das gibt?“ Ich habe mal einen angesprochen. Der hat gesagt: „Wann ist das denn?“ Da wünsche ich mir schon mehr. Die haben das eben abgesegnet, sind aber nicht bereit, sich da groß einzubringen. Das macht aber nichts. Dann machen wir das.
Zur politischen Gemeinde haben wir einen guten Draht. Ich habe persönlich einen sehr guten Draht zu unserem Bürgermeister. Das läuft super. Wir wollen uns nicht unbedingt abhängig machen, aber wir haben da immer Unterstützung. Da bin ich ganz sicher.  
 

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Foto: Stefan Heinze

Interview

Interview zum Projektauftakt mit Hannelore Leifeld, ehrenamtliche Mitgründerin und Helferin des Allerweltscafes.