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Bild: Fiedels @ fotolia.com, Grafik: HkD

Kirchengemeinde St. Nikolai Verden

Thema:
Überlegungen und Planungen für ein Begegnungs- und Familienzentrum an St. Nikolai. Angebote zur Begegnung, Beratung und gemeinschaftlichen Aktionen.  

Homepage Nikolaigemeinde Verden

Interview mit Dr. Christian Frühwald

Was verstehen Sie unter einem Begegnungszentrum und wo liegt der Unterscheid zum Gemeindehaus?

Das Gemeindehaus existiert bereits und ist eher auf das innerkirchliche Leben orientiert, das heißt den Gottesdienst und das, was wir traditionell unter Gruppen und Kreisen verstehen. Die Veränderung hin zum Begegnungs- und Familienzentrum bedeutet, dass wir als einzige Institution, die noch Räumlichkeiten in diesem Viertel hat, jetzt Menschen reinholen, die nicht Mitglied in der Gemeinde sind, dass wir auch über Generationen hinweg und über soziale Schichten hinweg Begegnungs- und Beratungsangebote machen.

Was wollen Sie mit der Einrichtung dieses Zentrums erreichen?

Unser Viertel befindet sich in einem Umbruch. 1960 bis 1964 gebaut, ist es so, dass dieses Viertel jetzt viele ältere Menschen hat, die aus ihren Häusern ausziehen. Da kommen junge Familien nach. Und auf der anderen Seite haben wir Wohnblöcke, in denen wir eine relativ hohe Fluktuation und starke soziale Probleme haben. Von der Öffnung unseres Gemeindehauses hin zu einem Begegnungszentrum für das Viertel erhoffen wir uns, dass Leute, die bisher an vielen Stellen unvermittelt nebeneinander wohnen, sich wahrnehmen, Unterstützung erfahren, sich kennenlernen und etwas miteinander machen, sei es zu feiern, sei es miteinander Sachen zu gestalten.
   
Welche Unterstützung erhoffen Sie sich dabei von der Teilnahme an der Initiative Gemeinwesendiakonie?

Für uns war es schon spannend, diese Bewerbung zu machen. Wir erhoffen uns, von dem Austausch mit den anderen Gemeinden hier noch einmal Ideen mitzunehmen, unsere eigenen Sachen noch einmal dahingehend zu überprüfen und zu sagen: „Was können wir von denen lernen?“ Das ist ja keine Schande, von guten Ideen anderer zu profitieren. Außerdem erhoffen wir uns, hier Ressourcen für die Gemeindeanalyse und für die Analyse des sozialen Nahraumes zu bekommen. Von den Funktionsträgern in der Landeskirche erhoffen wir uns noch einmal Impulse, Fragestellungen, die wir mitnehmen.

 

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Foto: Stefan Heinze

Interview

Interview zum Projektauftakt mit
Dr. Christian Frühwald
,
ehrenamtlicher Leiter der Projektgruppe