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Schritte gegen Tritte

Schritte gegen Tritte
Foto: HkD

„Schritte gegen Tritte“ ist ein Gewaltpräventionsprojekt für Jugendliche ab der 7. Klasse. Es thematisiert strukturelle, ethnische und personale Gewalt und bietet Jugendlichen Methoden der gewaltfreien Konfliktbearbeitung in altersgemäßer und genderspezifischer Form.

Entstanden in Südafrika, nutzt das ganztägige Gewaltpräventionsprojekt "Schritte gegen Tritte" Erfahrungen aus der Anti-Apartheidsarbeit und setzt diese interaktiv und partizipatorisch in die Erfahrungswelt hiesiger Jugendlicher um. 

Das Projekt möchte: 

  • Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit geben, eigene Gewalterfahrungen zur Sprache zu bringen, kritisch zu reflektieren und nach deren Ursachen zu fragen
  • Mut machen, konkrete Handlungshilfen im Umgang mit Gewalt zu entdecken und im Rollenspiel zu erproben,
  • neben den gewohnten Reaktionsmustern (Flucht oder Gegengewalt) Alternativen erarbeiten, um auf persönlich erlebte Gewalt effektiv und deeskalierend reagieren zu können,
  • sowie neue Zugänge zu christlich–ethischen Basis des aktiven gewaltfreien Widerstand im Kontext der Weltreligionen schaffen.

In Schulklassen wie auch Kirchengemeinden wird das Projekt entweder in dem Modul "Südafrika" oder "Flucht" angeboten. Details zu den Modulen wie auch zu Fortbildungsangeboten siehe Homepage http://www.schrittegegentritte.de/

Als kirchliches Projekt hat es seine Quellen in der biblischen Spiritualität der Gewaltfreiheit, bezieht jedoch ein weites Spektrum anderer religiöser und weltanschaulicher Erfahrungen mit ein. Basierend auf der Anti-Rassismus- und Anti-Apartheidsarbeit in Südafrika, wurde es 1993 vom Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen durch Pastor Klaus J. Burckhardt entwickelt und in Deutschland eingeführt. 

Seitdem wird „Schritte gegen Tritte“ im Rahmen der Dekade zur Überwindung von Gewalt in Kirchengemeinden und Schulen Niedersachsens, Sachsen-Anhalts, Hessens und Württembergs durchgeführt. Bisher sind 150 Multiplikator/innen ausgebildet worden. Pro Jahr durchlaufen ca. 5000 Jugendliche in Deutschland.das Projekt. Die Projektleitung liegt seit 2007 im Fachbereich Friedensarbeit im Haus kirchlicher Dienste der ev.-luth. Landeskirche Hannovers.