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Grafik: HkD

Predigt Heiligabend 2015

Die folgende Predigt soll als ein Gespräch mit den Menschen an der Krippe gestaltet werden.
Es ist möglich, dies mit mehreren Personen durchzuführen: Prediger/in, Maria, Josef, Hirt, Weiser.
Es kann auch ein Gespräch mit den Krippenfiguren sein, diese sollten dann jeweils einzeln sichtbar auf die Kanzel oder den Altar gestellt werden.
Die Predigt ist keine explizite Friedenspredigt oder politische Predigt.
Im Zentrum steht die Frage, wie wir erkennen, was wirklich wichtig ist.
Maria, Josef, die Hirten und Weisen können Vorbilder sein, wie wir Gotteswillen erkennen und diesen mutig gegen Widerstände in die Welt tragen, so zeigen sie uns bist heute einen Weg zum Frieden für uns und die Welt.
 

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Krieg verhindern

In den Weihnachtstagen werden wir wieder die wunderbaren und wundersamen  Worte der alttestamentlichen Propheten  hören:
„Du hast ihr gedrücktes Joch …zerbrochen….Denn jeder Stiefel, der mit Gedröhn daher geht, und jeder Mantel, durch Blut geschleift, wird verbrannt…Denn es ist ein Kind geboren… die Herrschaft ruht auf seiner Schulter…Friede-Fürst, auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende, dass er´s stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit.“ (aus Jesaja 9, 1-6) Oder: „Und ich will mit ihnen einen Bund des Friedens schließen, der soll ein ewiger Bund mit ihnen sein.“( Hesekiel 37,26) Und dann die „Frohe Botschaft“: „Fürchtet euch nicht!... Euch ist heute der Heiland geboren, der Retter der Welt!“ Und die Engel singen uns, was daraus für uns hier auf Erden folgt: „ Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!“ (LK 2, 14)

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„Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens“ – ein Pilgerweg durch die Bibel.

Martin Schindehütte
Bischof i.R.

Was ist der innere Grund, was ist der Antrieb aus unserem Glau-ben für den Weg des Friedens, den wir gehen wollen? Was ist der innere Auftrag für unser gesellschaftliches und politisches Enga-gement für den Frieden? Meine erste Antwort: Der Frieden ist nicht zuerst ein Auftrag. Als müssten wir uns mit aller Macht danach ausstrecken und mit aller Konsequenz dafür streiten. Der Frieden ist zu allererst ein Geschenk, eine Gabe, eine Wirklichkeit, die uns immer schon umfängt. Das ist wichtig. Sonst verbeißen wir uns in unserer Arbeit, wollen unbedingt Recht behalten und können nicht mehr wahrnehmen, wie Gottes Frieden unter uns und überall auf der Welt sich schon auswirkt.

Die EKD-Friedensdenkschrift von 2007 bringt diese Grundeinsicht und Grundhaltung schon in ihrem Titel sehr treffend zum Ausdruck:

„Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen.“

Und der Ökumenische Rat lädt nicht zur einer „Pilgerreise für Ge-rechtigkeit und Frieden“ ein sondern zu einer „Pilgerreise in Ge-rechtigkeit und Frieden“ oder noch treffender zu einer „Pilgerreise der Gerechtigkeit und des Friedens“. Subjekt der Pilgerreise sind dann nicht wir sondern Gott selbst in seinem Frieden und seiner Gerechtigkeit.

Wir leben also in unserem Glauben schon jetzt in Gottes Frieden und wissen doch von dem in Christus leidenden Gott selbst, dass diese Welt noch nicht erlöst ist und Gewalt und Ungerechtigkeit zum Himmel schreien. „Zum Himmel schreien“ - ist das nicht eine besonders eindringliche Form des Gebetes?

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