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Sterbehilfe

Sterben: Zwischen Tabu und Aufgabe

Foto: HkD

Das Themenfeld Sterbehilfe und assistierter Suizid bewegt viele Menschen. Eine eigene Haltung dazu zu finden, fällt vielen Menschen schwer. Mit dieser Veranstaltungsreihe laden wir dazu ein, mit Expert*innen aus verschiedenen Disziplinen zu diskutieren und dies für die eigene Urteilsbildung fruchtbar zu machen. Juristische, ethische, medizinische und sozialwissenschaftliche Aspekte werden mit den Perspektiven von Theologie, Seelsorge und Begleitung ins Gespräch gebracht. Dabei ist durchgängig auch eine Sensibilität für Genderaspekte ein Anliegen.

1. Abend: 20. Mai 2021, 18.00 - 20.00 Uhr (nur digital)

Assistierter Suizid – Ringen um eine neue rechtliche Regelung

Moderation: Dr. Dorothee Arnold-Krüger, ZfG
Anwalt des Publikums: Henning Busse, Landespastor für Männerarbeit, HkD

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar, in dem festgestellt wurde, dass §217 nicht verfassungskonform ist, hat eine intensive Auseinandersetzung über den Umgang mit den Auswirkungen des Urteils und einer möglichen neuen rechtlichen Regelung begonnen. Der Abend bringt die verfassungsrechtliche Perspektive mit dem Blick aus der ärztlichen Versorgung von Sterbenden ins Gespräch.

  • Prof. Dr. Susanne Beck, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Strafrechtsvergleichung und Rechtsphilosophie der Leibniz Universität Hannover
  • Dr. Edzard Schröter, Schmerzmedizin sowie Palliativ- und Hospizdienst Hannover

2. Abend: 1. Juni 2021, 18.00 - 20.00 Uhr (Stade)

Selbstbestimmt sterben – bedeutet das für alle das gleiche?

Moderation: Susanne Paul, Landespastorin für die Arbeit mit Frauen, HkD
Anwältin des Publikums: Dr. Julia Inthorn, ZfG
Ort: St. Wilhadi-Stadtkirche, Wilhadi Kirchhof 11, 21682 Stade

Selbstbestimmung steht im Zentrum ethischer Überlegungen bei Entscheidungen in der Medizin. Insbesondere bei Wünschen nach Therapieabbruch oder auch nach assistiertem Suizid werden die Anforderungen an Einwilligungsfähigkeit und eine freie Entscheidung besonders betont. Aber wann ist eine Entscheidung wirklich selbstbestimmt? Unterscheiden sich Menschen hierin, z.B. Männer und Frauen? Der Abend lädt ein zur Auseinandersetzung mit Vorstellungen von Selbstbestimmung, die zwischen völliger Unabhängigkeit und dem Übernehmen von Verantwortung in Beziehungen sehr unterschiedlich ausgestaltet werden kann.

  • Prof. Dr. Helen Kohlen, Lehrstuhl für Care-Policy und Ethik in der Pflege, Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar
  • Dr. Hans Christian Brandy, Regionalbischof im Sprengel Stade

3. Abend: 23. Juni 2021, 18.00 - 20.00 Uhr (Hannover)

Pflegen und Sterben zu Hause

Moderation: Henning Busse, Landespastor für Männerarbeit, HkD
Anwältin des Publikums: Inken Richter-Rethwisch, Pastorin im Projekt „Alternde Gesellschaft und Gemeindepraxis“ und im Besuchsdienst, HkD
Ort: Reformierte Kirche Hannover, Lavesallee 4, 30169 Hannover

Der Wunsch, zu Hause zu versterben, stellt Angehörige vor große Herausforderungen. Die Versorgung findet dabei häufig in den etablierten Strukturen statt, in denen es vielfach eine klare Rollenaufteilung gibt, etwa zwischen Männern und Frauen oder auch zwischen den Generationen. Im Dialog zwischen Pflegewissenschaft und Unterstützern häuslicher Pflege (SAPV/häusliche Pflege) wird ausgelotet, wo die Problemlagen und Stolpersteine beim Wunsch nach Sterben zu Hause in Familien liegen und wie damit umgegangen werden kann.

  • Prof. Dr. Barbara Hellige, Pflegewissenschaft Abt. Pflege und Gesundheit der Hochschule Hannover
  • OLKR Dr. Friedrich Ley, Referat Seelsorge im Landeskirchenamt, Hannover

4. Abend: 7. Juli 2021, 18.00 - 20.00 Uhr (Celle)

Was galt früher, was gilt heute als gutes Sterben?
Theologische und soziologische Anregungen

Moderation: Dr. Julia Inthorn, ZfG
Anwältin des Publikums: Susanne Paul, Landespastorin für die Arbeit mit Frauen, HkD
Ort: Stadtkirche Celle, An der Stadtkirche 8, 29221 Celle

Vorstellungen von einem schönen Tod sind vielfältig, gesellschaftliche Pluralität zeigt sich auch am Lebensende. Abhängigkeit und Pflegebedürftigkeit werden unterschiedlich bewertet und erlebt, Prioritäten werden unterschiedlich gesetzt, worauf es am Ende ankommt. Dabei gibt es oftmals Wünsche, die zwar nicht unsere eigenen sind, die wir aber gut nachvollziehen können. Wie aber gehen wir mit Wünschen um, die wir nicht nachvollziehen können? Auch die Kirchen haben ihre Position im Verlauf der Zeit gewandelt.

  • Prof. Dr. Stefan Heuser, Professor für Systematische Theologie mit dem Schwerpunkt Ethik an der Technischen Universität Braunschweig
  • Dr. Irmhild Saake, Akademische Rätin am Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität München

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Susanne Paul
Tel.: 0511 1241-424

Landespastorin für Arbeit mit Frauen

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Inken Richter-Rethwisch
Tel.: 0511 1241-515

Referentin für das Projekt „Alternde Gesellschaft und Gemeindepraxis" und für die Besuchsdienstarbeit
Pastorin

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Henning Busse
Tel.: 0511 1241-410

Landespastor für Männerarbeit

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