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Nachruf auf Rosemarie von Stietencron

09. August 2021
Foto: privat

Am 15. Juni 2021 ist Frau Rosemarie von Stietencron im Alter von 100 Jahren in Welsede/Emmerthal verstorben.
Über ihrer Todesanzeige stand: "Fürchte dich nicht, glaube nur."

Frau von Stietencron war von 1979 bis 1985 ehrenamtliche Landesbeauftragte des Frauenwerks. Im Rahmen dieser Tätigkeit hatte sie die gute Idee, dass es auch möglich sein müsste, Tagungen für körperbehinderte Frauen durchzuführen. Nach vielen Planungen und Vorbereitungen mit Gesa Conring und ehrenamtlichen Frauen aus den Kreisarbeitsgemeinschaften fand im Jahr 1982 die erste Tagung im Müttergenesungsheim in Bad Essen statt. In den ersten Jahren wurden die Themen von den Landfrauen-Tagungen des Frauenwerks übernommen. Dann wurde der Wunsch von den körperbehinderten Frauen geäußert, die Themen selbst zu wählen. So fanden die Tagungen im Jahr 1988 z.B. unter dem Thema "Behinderung - Strafe Gottes oder Chance?" statt. Das waren schon aufregende und spannende Gespräche und Bibelarbeiten. Da der Zuspruch zu den Tagungen zunahm, wurde ab 1986 in Dassel im CVJM-Heim eine 2. Tagung angeboten, und 1989 kam noch eine 3. hinzu. Diese fand im neu erbauten Müttergenesungsheim in Norddeich statt. Dieser Tagungsort war ein Renner und immer sofort belegt. Durch den Strukturwandel im Kurenbereich fanden die Tagungen nicht mehr in Norddeich, sondern in Bad Bevensen im Antonie-Nopitsch-Haus statt.

Frau von Stietencron hat die Tagungen bis 1995 geleitet. Das Frauenwerk ist ihr für diese Arbeit, die ihr ein Herzensanliegen war, sehr dankbar.
Auch Teilnehmerinnen und Teammitglieder erinnern sich gerne an eine gute Zusammenarbeit.

Marlene Ohlmann, Leiterin der Tagung für körperbehinderte Frauen von 1995 bis 2008