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Foto: www.clipdealer.de

Frauen im Iran

Nachricht 21. Oktober 2022

Im Iran sind Frauen auf die Straße gegangen, um für Freiheit undGerechtigkeit zu protestieren. Der Tod von Jimi Mahsa Amini hat eine Bewegung in Gang gesetzt, von der wir noch nicht wissen, wohin sie führt. Anlässlich dieser iranischen Proteste bitten Menschen aus dem Iran um Aufmerksamkeit auf ihre Situation.

Der Film "Yalda" des iranischen Regisseurs Massoud Bakshi ist empfehlenswert:           

   

Spielfilm
Iran, Frankreich, Deutschland,
Schweiz, Luxemburg
2019
Regie: Massoud Bakshi
Lauflänge: 89 Minuten

Es ist Nacht in Teheran, genauer gesagt, die längste Nacht des Winters. Im Iran wird das Fest der Wintersonnenwende gefeiert. Und das Fernsehen bietet seinem Publikum große Unterhaltung: „Freude der Vergebung“ heißt die Show, in der ein/e Verurteilte/r ihr Opfer oder deren Angehörige um Vergebung bitten darf. Auch den Zuschauenden vor dem Bildschirm kommt eine aktive Rolle zu: Per SMS dürfen sie abstimmen, ob die Vergebung gewährt werden soll oder nicht – je höher die SMS-Quote, desto höher fällt das vom Sender gesponserte Blutgeld aus.

Die junge Maryam hat bei einem Streit versehentlich ihren mehr als 40 Jahre älteren Ehemann getötet, mit dem sie in einer Zeitehe lebte. Jetzt hat sie eine Stunde vor den Kameras, um die erwachsene Tochter des Verstorbenen um Vergebung zu bitten und damit der Hinrichtung zu entgehen. Verwirrt und impulsiv versucht sie, ihre Version der Ereignisse zu erzählen Dagegen sind die Verantwortlichen des Fernsehsenders bemüht, eine reibungslose Show inklusive Gesangseinlagen und Gewinnspielen zu inszenieren, für sie zählen Klicks und Einschaltquoten. Allerdings haben sie nicht damit gerechnet, dass die Showgäste auch ihre Geheimnisse haben – und vieles nicht ist, wie es scheint.

Grundlage des von Regisseur Massoud Bakshi inszenierten Dramas ist eine Fernsehshow, die über zwölf Jahre im iranischen Fernsehen gesendet wurde. Auf westliche Zuschauende mögen Zeitehe, Blutgeld und die gesetzlich vorgeschriebene Dominanz von Männern wie Anachronismen wirken, für Frauen aller Alters- und Bildungsgruppen im Iran sind sie selbstverständlicher Alltag.

Zu dem Film liegt eine Arbeitshilfe vor. Beides kann in der Bücherei- und Medienarbeit des HkD kostenfrei entliehen oder heruntergeladen werden.

Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an
anja.klinkott@evlka.de oder nicole.schwarzer@evlka.de oder
0511/ 12 41 501.
Dr. Jobst Reller, Referent im Haus kirchlicher Dienste, hat eine deutsch-persische Fürbittenandacht entworfen. Sie bietet eine gute Möglichkeit, gemeinsam mit Iraner*innen zu beten und so die gemeinsame Hoffnung auszudrücken.
Bei Ihren Planungen unterstützen Dr. Jobst Reller
jobst.reller@evlka.de, Anja Klinkott anja.klinkott@evlka.de und ich susanne.paul@evlka.de Sie gerne.

Fürbittandacht zur Solidarität mit den Menschen im Iran

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