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Foto: www.clipdealer.de

Ab in die Zukunft!

Nachricht 26. September 2017

Die ökologische Krise und was wir jeden Tag dagegen tun können

 „Ab in die Zukunft“
Öko-Tag in der Woltersburger Mühle

Klimawandel und ökologische Krise, der Auftrag des Menschen aus der biblischen Schöpfungserzählung und Anregungen für einen nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen dieser Erde waren Inhalt beim „Ökotag für Frauen“, den das Ev. Frauenwerk im Sprengel Lüneburg am Samstag, 23. September mit 28 Teilnehmerinnen in der Woltersburger Mühle bei Uelzen veranstaltete.  Unter dem Motto „Ab in die Zukunft! Die ökologische Krise und was wir jeden Tag dagegen tun können“ ging es darum, bewährte und neue Ideen für einen ökofreundlichen Lebensstil  kennenzulernen.

Ein Team mit Sprengelreferentin  Hannelore Köhler, Pn. Bettina Rehbein, theologische Referentin im landeskirchlichen Frauenwerk, Imke Banse aus Wittingen, Dr. Silke Panebianco, Leitstelle für Klimaschutz im Landkreis Lüneburg und Ulrike Wolf, Referentin für Umwelt- und Klimaschutz im Haus kirchlicher Dienste, hatte diesen Tag vorbereitet und gestaltet, musikalisch begleitet von Susanne Frenzel und Undine Caliebe.

„Extremwetterlagen mit verheerenden Ausmaßen häufen sich. ExpertInnen deuten sie als erste Anzeichen des Klimawandels. Demgegenüber stehe Gottes Ansicht in Vers 31 der biblischen Schöpfungserzählung: „Siehe, es ist sehr gut!“. In ihrem Vortrag „Krone der Schöpfung – verrutscht?“  machte   Bettina Rehbein darauf aufmerksam, dass „Gott nicht den Menschen, sondern als Abschluss des ganzen Schöpfungsprozesses den siebten „Tag der Ruhe“ (hebräisch: Sabbat) mit Heiligung und Segen „gekrönt“ habe. Wir seien ein Teil dieses Ganzen, betraut mit der Aufgabe, aus diesem Verständnis heraus entsprechend verantwortlich und nachhaltig mit Gottes wunderbaren Schöpfung umzugehen. 

Um Nachhaltigkeit ging es auch in dem Film „Tomorrow – die Welt ist voller Lösungen“, sowie in den drei nachfolgenden Workshops zu bereits bestehenden Projekten. „Umwelt ist nicht alles, aber ohne Umwelt ist alles nichts!“ lautete das Leitwort für den Workshop „Zukunft einkaufen“ mit Dr. Silke Panebianco. Im Gespräch war die Verantwortung der Kirche, zum Beispiel die eigene Beschaffung an sozialen und ökologischen Kriterien auszurichten und dabei insbesondere regionale und ökologische Produkte aus dem Fairen Handel zu verwenden. „Das gelte auch für das eigene Einkaufsverhalten“, erklärte Silke Panebianco,  „denn alles was wir einkaufen, habe Auswirkungen auf die Umwelt“. Viele brauchbare Anregungen, die Plastikflut zu reduzieren, bekamen die Frauen auch im Workshop „Dämme gegen die Plastikflut“. Angesichts der Tatsache, dass Plastik rund 450 Jahre brauche, um sich abzubauen, sowie 88% der gesamten Meeresoberfläche bereits mit Plastik verschmutzt seien, warben Imke Banse und Hannelore Köhler dafür, beispielsweise regionale Produkte wie Obst und Gemüse unverpackt zu kaufen, Vorratsgläser für Lebensmittel statt Plastikdosen oder für die Körperpflege Seife statt Duschgel zu verwenden. Im Workshop „Gärten für Menschen und Tiere“ mit Ulrike Wolf ging es um eine naturnahe Gestaltung der Außengelände von Kirchengemeinden, Friedhöfen und privaten Gärten zur Förderung der Biodiversität, anschaulich nahegebracht durch einen Gang über das Gelände der Woltersburger Mühle. Wichtig sei nach Aussage von Ulrike Wolf, dass „Kirche sich als gesellschaftliche Akteurin auf den Weg mache!“ 

 „Der Tag habe uns darin bestärkt und ermutigt, die Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung nicht nur den PolitikerInnen zu überlassen, sondern dass wir selbst in unserem ganz normalen Alltag viele Möglichkeiten haben, jeden Tag etwas gegen die ökologische Krise zu tun“, bedankten sich die Frauen beim Team für diesen  „aufschlussreichen und ökologischen Praxistag mit vielen alltagstauglichen Anregungen“.

Karin Schwendt
Beauftragte für die Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Frauenarbeit im Sprengel Lüneburg