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Frauenmahl 2014 in Osnabrück

Nachricht 24. März 2014
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Quelle: Bärbel Recker-Preuin v.li. Katharina Willms, Rita Steinbreder, Heike Fischer, Andrea Kruckemeyer, Doris Schmidtke, Ute Kawan und Elisabeth Kästner. 

Ein Mahl inklusiv geistiger Speise

Wenn Frauen sich treffen, wird viel erzählt und gelacht, gern angenommen werden auch Schlemmereien, ebenso gern eine emotionale Stärkung und die Motivation für den eigenen Weg. Beim ersten Osnabrücker Frauenmahl in der St. Katharinen Kirche ging es um diese Wege, und die führten vielfach in die Inklusion. Mittelpunkt war die Vielseitigkeit in Gesellschaft und Kirche, kulinarische Beilage war das 4-Gänge-Menü „all inclusiv“.
An diesem Abend fanden Premieren statt: die St. Katharinen Kirche verwandelte sich in ein Sterne Restaurant. An festlich gedeckten Tischen nahmen 160 Frauen Platz, sie hatten Appetit auf das Mahl und neue Eindrücke. Premiere hatte auch ein Team von Ehrenamtlichen. Hand in Hand ging ihre Arbeit von Tisch zu Tisch, so perfekt als wären Profis am Werk. 16 Studentinnen aus Hochschule und Universität servierten unter der Leitung von Diakoniewerk- Hauswirtschaftsleiterin Ute Kawan. Das Kochteam der evangelischen Südstadt-Gemeinde unter der Leitung von Dirk Hartung brachte die Köstlichkeiten auf die Teller. Die evangelische Jugend Wallenhorst wusch ab, zusammengefasst: die 160 Gäste beim ersten Osnabrücker Frauenmahl des Kirchenkreisverbandes Osnabrück-Stadt und –Land, in Zusammenarbeit mit lutherischen und reformierten Gemeinden, waren kulinarisch bestens aufgehoben. 
Nun zur geistlichen Speise: die servierten Diakoniepastorin Doris Schmidtke und Andrea Kruckemeyer, Pastorin in St. Katharinen, die Hauptgänge die Referentinnen Elisabeth Kästner, Einrichtungsleiterin Hauswirtschaft im Katharina  von Bora Haus, und Heike Fischer, Polizeipräsidentin a.D.
Elisabeth Kästner berichtete vom typischen Frauenleben der  Katharina von Bora. Diese bewältigte die vielfältigen Aufgaben in Haus und Hof der Luthers und fand trotzdem ihren Weg zur Mitgestaltung und Selbstbestimmung. Mit gleichen Vorzeichen leben Frauen heute.  „Als Frau stehe ich meine Frau, gehe meinen Weg und das funktioniert“, versicherte Elisabeth Kästner.
Der persönliche Weg von Heike Fischer führte in die Spitze  der Polizeidirektion. Persönliche Wege, gerade in Richtung Chefetagen, seien gepflastert mit Fettnäpfchen und Stolpersteinen, die Sturzgefahr sei groß,  wie Heike Fischer aus eigener Erfahrung berichtete. „Es gehört zum Leben, dass man hinfällt, aber auch, dass man wieder aufsteht“, so die Referentin.
Zwischen den vier Gängen des Mahls war nicht alltägliche Musik inklusiv: von der Harfenistin Cerubima und dem FrauenLesbenchor Taktlos.
Der Wunsch des Vorbereitungsteams ging in Erfüllung, die Premieren gelangen: denn das erste Frauenmahl sprach Frauen aller Generationen an, unabhängig von Konfession, Behinderung, sozialer Herkunft oder sexueller Orientierung. Die Teilnahme war auch keine Sache des Preises: wer mehr bezahlen konnte, übernahm einen Teil der Karte einer anderen Frau.