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Diasporasonntag 2021

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„Verraten und verkauft …“ ist die aktuelle Gottesdiensthilfe zum Diaspora-Sonntag „Invokavit“ am 21. Februar 2021 betitelt. Ausgehend vom Predigttext dieses Sonntags (Joh 13, 21-30) enthält die Arbeitshilfe Gedanken und Impulse rund um das Thema „Verrat“ sowie exegetische Überlegungen zum Predigttext und Gebete. Es versteht sich von selbst, dass diese Impulse auch im Laufe des Jahres genutzt werden können, wenn sich ein thematischer Schwerpunkt im Gottesdienst anbietet. Wir hoffen, dass das vorgelegte Heft Anregung und Hilfe für die Vorbereitung sein kann.

In diesem Jahr hat die Hauptgruppe Hannover des Gustav-Adolf-Werks die redaktionelle Arbeit verantwortet. Herzlichen Dank dafür. Der Vorsitzende, Martin Jürgens, schreibt in seinem Vorwort: „Verrat ist wohl eine der bittersten Erfahrungen, die Menschen machen können. (…) Jesus geht durch diese bittere menschliche Erfahrung hindurch. Die Diasporagemeinden, denen die Hilfe der evangelischen Diasporawerke gilt, liegen heutzutage meist in Osteuropa, im asiatischen Teil der ehemaligen Sowjetunion oder in Südamerika. Und das sind alles Regionen dieser Erde mit der leidvollen Erfahrung von Diktatur. Auch die Erfahrung, dass andere, größere Kirchen oder Religionen den kleinen evangelischen Gemeinden gegenüber nicht eben tolerant sind, mussten diese machen. Und die Erfahrung, dass in solchen Situationen Verrat geschieht, auch die mussten unsere Partnerkirchen oftmals machen. (…)

Verrat, bitter für die Menschen, die ihn erleben müssen, bitter für die Diasporakirchen. Auf der anderen Seite war dieser Verrat zwar kein Schritt zur Verherrlichung, wie für Jesus, aber auch etwas, das zur Freiheit verhalf. Unsere Partner durften eben oft nicht „mitmachen“ und konnten sich so einen engen Zusammenhalt, große Glaubenstreue und das Engagement für die bewahren, für die sich sonst keiner interessiert. Egal, ob sich die evangelische Kirche in Chile um die Kinder aus den Slums kümmert, die in der Ukraine um Aidskranke oder die in Rumänien um die Roma.

Und für manche*n Mitbürger*in wurden die evangelischen Gemeinden dadurch erst attraktiv. Diasporaarbeit hilft diesen Gemeinden und Kirchen, die Bitteres erfahren haben und Großes leisten. Dafür stehen wir als Diasporawerke in unserer Landeskirche und überall. Ich denke, das ist eine sehr moderne und zukunftsträchtige Aufgabe.“

Für weitere Informationen finden Sie die Kontaktdaten der drei Diaspora-Werke und der Diaspora-Kammer der Landeskirche auf den letzten Seiten der Publikation.

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Lars-Torsten Nolte
Archivstr. 3
30169 Hannover
Tel.: 0511 1241-689

Referent für Kirche in Europa
Diplom-Sozialwirt

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Sabine Brandt
Archivstr. 3
30169 Hannover
Tel.: 0511 1241-149

Fachbereichsassistentin