Grafik: HkD

Diasporasonntag 2020

Zum Diaspora-Sonntag „Invokavit“ am 1. März 2020 legt die Diasporakammer auch in diesem Jahr wieder eine Gottesdiensthilfe vor. Impulse und Berichte aus der Arbeit der Diaspora-Werke bieten wir Predigerinnen und Predigern zur Vorbereitung auf den Gottesdienst an. In diesem Jahr hat der Evangelische Bund Landesverband Hannover die redaktionelle Arbeit verantwortet. Herzlichen Dank dafür.

Die Arbeitshilfe enthält Impulse zum Predigttext (1. Mose 3, 1–19 (20–24)) des Sonntags „Invokavit“. Es versteht sich von selbst, dass diese Impulse auch im Laufe des Jahres genutzt werden können, wenn sich ein thematischer Schwerpunkt im Gottesdienst anbietet. Wir hoffen, dass das vorgelegte Heft Anregung und Hilfe für die Vorbereitung sein kann.

Im Mittelpunkt der Betrachtungen steht die Schlange. Nicht unbedingt ein Lieblingstier. Die Schlange ist zum Symboltier des Bösen geworden, schreibt Pastorin Amélie zu Dohna, die in ihrem Beitrag „Gute Schlange, böse Schlange?“ in dieser Gottesdiensthilfe aufzeigt, wie vielfältig die Erzählungen über dieses Tier in Bibel und Gesangbuch sind. (Ja, es gibt auch gute Schlangen!)

Die alte Erzählung von Adam, Eva und der Schlange versucht zu erklären, warum in der Welt nicht alles „Friede, Freude, Eierkuchen“ ist. Praktisch erfährt das jede*r: Wir leben nicht in paradiesischen Zuständen. Tagtäglich gibt es Herausforderungen. Irgendwo steckt immer eine Schlange.

Ständige Herausforderungen kennen besonders unsere Schwestern und Brüder in evangelischen Diasporagemeinden im Ausland. Als Minderheit seinen Glauben zu leben, ist nicht immer leicht. Oft fehlt es an Netzwerken, Strukturen und Geld für notwendige Arbeiten. Ja, oft fehlt es sogar einfach an einem warmen Raum zum Feiern der Gottesdienste! „Dornen und Disteln soll er dir tragen … Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen…“ (Gen. 3,18f). Unsere weltweiten Kontakte zu Diasporagemeinden zeigen: Nicht alle Christ*innen können ihren Glauben in guten Umständen leben.

Diasporaarbeit bedeutet: Verantwortung übernehmen für die weltweite Gemeinschaft der Christen. Der Evangelische Bund, das Gustav-Adolf-Werk und der Martin-Luther-Bund tun dies in der Diasporaarbeit der hannoverschen Landeskirche und unterhalten weltweit Kontakte zu evangelischen Minderheitsgemeinden.

Wenn wir Verantwortung übernehmen, ist das Böse, sind die „Schlangen des Lebens“, nicht weg, doch wir stehen als Glaubensgeschwister solidarisch zueinander mit Wort und Tat und antworten: Ja, hier sind wir! Was in unserer Kraft steht, wollen wir tun, um Euch zu helfen. Denn allen Christen und Christinnen weltweit wünschen wir die Erfahrung des Psalmbeters: „Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln“. (Psalm 91,4, Psalm zum Sonntag „Invokavit“).

Für weitere Informationen  finden Sie die Kontaktdaten der drei Diaspora-Werke und der Diaspora-Kammer der Landeskirche auf den letzten Seiten der Publikation.

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Und die Schlange war listiger

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