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Diasporasonntag 2017

Titel Diaspora 2017

„Wüste und Garten“, so heißt die Gottesdiensthilfe, die die Diasporakammer unserer Landeskirche für den Sonntag Invokavit am 5. März 2017 (und auch für andere Sonntage im Kirchenjahr) vorlegt. Seit einigen Jahren stellen wir die evangelischen Diasporakirchen in den Mittelpunkt des Sonntags Invokavit und sammeln in der Kollekte dieses Sonntags für die Diasporaarbeit in unserer Landeskirche.

Wüste oder Garten? Im Leben ist es nicht immer eindeutig, an welchem Ort ich mich gerade befinde. Bin ich im Garten, umgeben von sprudelnden Wasserquellen? Gedeihen und wachsen meine Pflanzen? Oder stehe ich in einem trockenen, lebensfeindlichen Gebiet? Dort wo nur unter erschwerten Bedingungen Neues wachsen kann?

Liegt die Diaspora in der Wüste? Leben Christen und Christinnen in Mehrheitssituationen in einem grünenden Garten?

Als eine Minderheit in einer Mehrheit zu leben, ist nicht immer einfach. Es fehlen Netzwerke, Strukturen und Geld für die notwendige Arbeit. Die Bedingungen und Umstände können sich für Menschen in Diasporagebieten mitunter anfühlen wie ein Leben in der Wüste. Und doch blüht gerade in herausfordernden Situationen oft etwas auf. Neues beginnt dort, wo Menschen im Vertrauen auf Gott Gemeinde leben, ganz gleich unter welchen Bedingungen.

Die Diaspora-Werke der Hannoverschen Landeskirche – der Evangelische Bund, das Gustav-Adolf-Werk und der Martin-Luther-Bund – unterhalten weltweit Kontakte zu evangelischen Minderheitsgemeinden. Sie fördern z. B. vor Ort die Ausbildung von kirchlichen Mitarbeitenden oder das Gemeindeleben, damit die Gemeinden wachsen und bestehen können. Auch soziale Projekte werden unterstützt.

Unsere Diasporaarbeit kann dort helfen, wo erschwerte Bedingungen herrschen. Sie kann helfen, Neues wachsen zu lassen. Dabei ist der Kontakt in die Partnergemeinden in keinem Fall ein einseitiges „Bewässern“ der Wüste. Denn dort, wo etwas aufblüht, duften die Blumen für alle! Oftmals entwickeln gerade Gemeinden in Diasporagebieten neue Ansätze für ihre Gemeindearbeit, die auch uns in unserer kirchlichen Situation bereichern können.

Es lohnt sich also, in und mit der eigenen Gemeinde über den Tellerrand zu schauen. Dazu möchten die Materialien zum diesjährigen Predigttext des Diasporasonntags, die Bildmeditationen sowie die Gottesdienstelemente, die aus der deutschen evangelischen Gemeinde in Kairo stammen, anregen.

Weitere liturgische Texte und Formulierungsvorschläge für das Fürbittengebet finden Sie auf dieser Seite zum Download.

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Wüste und Garten

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Lars-Torsten Nolte

Referent für Kirche in Europa
Diplom-Sozialwirt

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Sabine Brandt

Fachbereichsassistentin