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Grafik: HkD

Personalentwicklung

Diese Seiten geben einen Überblick über vorhandene Personalentwicklungsinstrumente, die für Diakone und Diakoninnen in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers genutzt werden.

Was ist Personalentwicklung?

Personalentwicklung ist ein Bestandteil der Organisationsentwicklung und bezieht sich auf alle Mitarbeitenden einer Organisation oder eines Betriebes. Daher wird ein Personalentwicklungskonzept für Diakone und Diakoninnen nur einen Ausschnitt aus einer Gesamtkonzeption darstellen können.

Personalentwicklung (PE) steht im Spannungsfeld zwischen den Fähigkeiten, Potentialen, Erwartungen und Bedürfnissen der Mitarbeitenden einerseits und den Aufgaben, Zielen und Anforderungen der Kirche andererseits. PE soll dazu beitragen, dass die Mitarbeitenden die an sie gestellten Aufgaben und Anforderungen gut erfüllen können. Und: Für die Anforderungen und Aufgaben der Kirche sollen Mitarbeitende mit den nötigen Kompetenzen ausgewählt bzw. ausgestattet werden.

So ist PE ein zielgerichteter Prozess, der auf die Organisationsziele ausgerichtet ist und mit der Werbung des Personalnachwuchses beginnt, in der berufsbiographischen Begleitung der Mitarbeitenden innerhalb ihrer Aufgabenfelder und in andere Aufgabenfelder hinein fortgeführt wird und bei der Entlassung in den Ruhestand endet. Es kann in diesem Zusammenhang auch von strategischer PE gesprochen werden.

Mit Blick auf die Mitarbeitenden trägt PE u. a. dazu bei

  • die Mitarbeitendenmotivation zu beleben
  • die Resilienz der Mitarbeitenden zu stützen (Salutogenese)
  • die berufliche Perspektiventwicklung zu fördern (Empowerment).

Veränderungsprozesse im Berufsbild der Diakone und Diakoninnen

Die Berufs- und Anforderungsprofile (siehe auch Berufsbild) von Diakonen und Diakoninnen unterliegen einem ständigen Wandel. Inzwischen hat sich dieser Wandel forciert. Eine sich ebenso verändernde Ausbildung nimmt diesen Wandlungsprozess auf und bereitet die zukünftigen Mitarbeitenden auf ihre berufliche Tätigkeit vor. 

Studiengang Religionspädagogik und Soziale Arbeit, Hochschule Hannover

Berufsbiographisch begleitende Maßnahmen

Ausbildung allein reicht nicht. Es bedarf weiterer Maßnahmen und Werkzeuge im Sinne eines lebenslangen Lernens und damit einer regelmäßigen Zurüstung der Mitarbeitenden an die Anforderungen der Arbeitsaufträge.

Die in den folgenden Seiten aufgenommenen Unterpunkte beschreiben die vorhandenen Werkzeuge und Maßnahmen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Es sind Musterformulare und Links zu finden für eine leichtere Anwendbarkeit und Umsetzung einer strategischen Personalentwicklung.

Diakon/Diakonin - ein Berufsbild im Wandel

Theorie und Praxis

„… die Ausbildungen von DiakonInnen und Gemeindehelferinnen seit ihrer (Neu-)Entstehung im 19. und 20. Jahrhundert waren (eingefügt K. Dede) ständigen Umbrüchen unterworfen – vor allem deshalb, weil in ihren Ausbildungszielen der Zusammenhang von Theorie und Praxis und entsprechend von Theologie und Humanwissenschaften grundlegend und damit der Bezug zu den konkreten Problemen der jeweiligen Zeit gegeben waren.“

Situationsbezug

„Durch ihre Situationsbezogenheit waren all diese Ausbildungen – wie unvollkommen auch immer – durch die Elemente der Verbindung von Theorie und Praxis und von Theologie und Humanwissenschaften bestimmt, die ihr gemeinsames Markenzeichen sind“

Kommunikation des Evangeliums

„Da es ihnen um die Umsetzung des Evangeliums in die diakonische, religionspädagogische und kirchengemeindliche Praxis ging, waren sie immer unmittelbar am Puls der Zeit.“

Aus: Ernst Christoph Merkel (Hrsg.) "Ausbildung für eine diakonische Kirche", Hannover 2007