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Grafik: HkD

Diakonin in den Rotenburger Werken

Nachricht 31. Januar 2016

Kathrin Frost

„Hallo, ich bin Sascha J., der Assistent von Kathrin“, so begrüßt mich ein junger Mann und reicht mir eine Parkscheibe. Mein Auto steht auf dem Gästeparkplatz der Rotenburger Werke. Ich bin angemeldet, denn ich möchte wissen, wie Kathrin Frost als Diakonin in dieser großen diakonischen Einrichtung arbeitet.

Herr J. führt mich in ein kleines Fachwerkgebäude. Das Büro, das wir betreten ist gastlich vorbereitet. Auf dem Tisch stehen Weintrauben, Kaffee und Tee bereit. „Kathrin ist gerade noch beschäftigt. Solange können wir reden“. Er erzählt mir vom Leben in den Rotenburger Werken, vom Tagesablauf und der Ausbildung, die er machen möchte. Sein Ziel: Radiomoderator. „Kathrin unterstützt mich dabei, und wenn ich es nicht schaffe, kann ich hier weiter als Assistent arbeiten.“

Als Kathrin Frost hereinkommt, sind wir in ein intensives Gespräch vertieft. Ich habe schon viel erfahren von dem wertschätzenden und fördernden Umgang, den Herr J. hier erlebt.

Nun sitzen wir zu dritt am Tisch. Kathrin Frost hat sich viel Zeit genommen, um mir ihr Arbeitsfeld zu erklären. Ihre Aufgaben? Ganz normal, wie in anderen Gemeinden auch. Die sogenannte „Anstaltskirchengemeinde“ arbeitet in Kooperation mit drei weiteren Kirchengemeinden der Stadt Rotenburg/Wümme. Kathrin Frost ist für viele Arbeitsfelder zuständig, Konfirmandenarbeit, Jugendarbeit, Seelsorgegespräche, sie arbeitet mit in der Lindenschule der Rotenburger Werke. Gemeinsam mit dem Kreisjugendwart bietet sie das Projekt Szenenwechsel an. Die Schulen kooperieren gern, denn „die Rotenburger Werke bieten viele Einsatzbereiche, für junge Menschen, die einen Einblick in diakonische Aufgaben und Arbeitsfelder bekommen wollen.“, weiß die Diakonin zu berichten.

Während sie mich über das Gelände der Rotenburger Werke führt, zum Gebäude, in dem alles anfing mit der Behindertenhilfe, zur Gärtnerei, in die Kantine und Schule, durch Tagesgruppen und Sporthalle, plaudert sie über ihren Arbeitsalltag.

„Hier möchte ich immer bleiben. Das ist die schönste Arbeit, die man sich denken kann“. Wir sitzen in der Kirche „Zum guten Hirten“, die zur Kirchengemeinde der Rotenburger Werke gehört. Sie strahlt aus, was sie sagt. Hier lässt es sich gut arbeiten.

Kerstin Dede

Literaturtipp: "Bist du bei mir, wenn ich sterbe?“ Download hier