Infoabend Nachbarschaftsportale

Nachbarschaftsportale wie nebenan.de oder wirnachbarn.com finden zurzeit besonders in großen Städten verstärkt Zulauf. Über das Internet wird eingeladen,
sich in seinem Quartier oder Dorf mit den Nachbarn zu vernetzen. Verabredungen treffen, Geräte verleihen, Hilfe anbieten oder suchen - alles problemlos möglich über die digitale Kommunikation. Doch gibt es auch Bedenken: Was wird aus meinen Daten? Wie sicher sind sie? Wie finanzieren sich diese, für den Nutzer kostenlosen, Angebote eigentlich?
Zusammen mit Barbara Benthin vom Landkreis Hildesheim und Anke Bode vom Landkreis Peine wurde eine Informationsveranstaltung ausgearbeitet, bei der diesen Fragen nachgegangen werden sollte. Mit Lena Rickenberg konnte eine Mitarbeiterin von nebenan.de gewonnen werden, die über die Entstehungsgeschichte und Zielsetzung der Nachbarschaftsplattform berichtete und auch kritische Fragen kompetent beantwortete. Eine Nutzerin von nebenan.de konnte von guten Erfahrungen erzählen, die sie mit der digitalen Vernetzung über dieses Portal gemacht hatte. Ihre sozialen Kontakte seien dadurch um ein Vielfaches angewachsen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auch auf der Frage, in wie weit die digitale Kommunikation die Arbeit der bestehenden (nicht virtuellen) Nachbarschaftshilfen fördern und unterstützen könnte. Dazu wurden bestehende Nachbarschaftshilfen eingeladen, um ihre Arbeit darzustellen und die Möglichkeiten digitaler Kommunikation in diesem Zusammenhang zu diskutieren. Dabei wurde deutlich, dass die Vermittlung von Hilfsangeboten zurzeit noch im Wesentlichen telefonisch geschieht. Aber auf Zukunft hin wird man sich den neuen Technologien nicht verschließen können. Wichtig ist vor allem, dass die Teilhabemöglichkeiten für ältere Menschen in den Blick genommen werden.