Wir haben bei den Mitarbeitenden in den Büchereien der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers nachgefragt, wie es ihnen in der  „geschlossenen“ Zeit seit März dieses Jahres erging. Wir haben viele Eindrücke bekommen. Ein paar Wochen sind seitdem vergangen und Sie lesen aus Momentaufnahmen kurz vor den Sommerferien 2020.

Wo stehen Sie jetzt mit Ihrer Bücherei?

Wir nutzen jetzt den Eingang zum Gemeindehaus auch als Eingang zur Bücherei. Dort können sich die Leser die Hände waschen oder desinfizieren. Als Ausgang nutzen wir die eigentliche Ein/Ausgangstür.

Es besteht selbstverständlich für alle Leser eine Maskenpflicht, genauso tragen wir während der Öffnungszeiten eine. Die Leserzahl, die sich gleichzeitig in der Bücherei aufhalten darf ist auf drei Leser oder eine Familie mit allen Kindern begrenzt.

Ein Wunschbuch führen wir schon seit vielen Jahren. In den letzten Monaten wurde davon rege Gebrauch gemacht und wir konnten zahlreiche Wünsche tatsächlich erfüllen. Kurz vor dem Lockdown hatte unser Unterstützerkreis noch einen Flohmarkt organisiert. Der Erlös aus diesem Flohmarkt und eine Spende [...] haben uns in die Lage versetzt, die dafür notwenigen Anschaffungen zu tätigen. Wir sind dafür ebenso dankbar wie über Ihre Zusage von [...] Sondermitteln.

Und für den Kindergarten müssen wir uns ein neues Konzept überlegen. Noch findet dort keine Ausleihe statt. Wir müssen uns ein neues Konzept überlegen, wie wir die Bücher mit möglichst wenig Kontakt ausleihen können. Wir haben dort einen festen Bestand an Büchern stehen und einmal wöchentlich darf sich jedes Kind drei Bücher leihen. Die Ausleihe wird von Müttern, Großmüttern, MA aus der Bücherei gemacht. Aber auch da habe ich schon Ideen für ein neues Konzept.

Mittlerweile haben wir so gut wie alle Bücher von den Kindern zurückbekommen, sodass diese mal wieder von uns gereinigt, gesichtet, usw. werden können. Wir haben alles zurück in die Bücherei geholt.

Nach den Sommerferien werden die Kiga-Leitung und ich besprechen, ob die Ausleihe im Kiga wieder stattfinden darf. Die Kiga-Leitung ist immer hilfsbereit und uns allen liegt viel daran, irgendwann wieder dort ausleihen zu können. 

Ich habe irgendwie das Gefühl, wir müssten neu beginnen ... Insgesamt war unsere Situation also vor "Corona" ziemlich desolat. In der Ferienzeit ist auch immer Flaute, also hoffen wir auf den Herbst. Vielleicht ist dann auch ein Neuanfang mit neuer Technik, Verbesserung der Internetverbindung, möglich.

Es gibt wieder eine regelmäßige Öffnungszeit. Es kommen weniger Leser im Moment. In […] gibt es ja eine offene Ausleihe. Ich verlängere immer nach 3 Wochen automatisch. Jetzt warte ich ab. Bewerten kann ich erst, wenn alles wieder "normal" läuft.

Wir wünschen uns bald wieder an 2 Tagen öffnen zu dürfen und dass unsere Leser ihr Buch wieder selber aussuchen dürfen.

Die Leser sind froh, wieder selbst Medien aussuchen zu können und es wird bei den Ausleihzahlen höchstens ein kleines Minus auftauchen […].

Weiß ich noch nicht.

Der Betrieb läuft mit strengen Hygienevorschriften, aber nur noch 3 Std. wöchentlich, weil das Personal jetzt fehlt.

Nach wie vor gut. Die Bücherei wird gut angenommen. Bücher werden immer bleiben.

Da Lea-Lesewurm ausfällt, ist die Ausleihe Kinderbücher und Toniefiguren sehr rückläufig. Ansonsten geht es in der Buchausleihe wieder aufwärts.

vor dem nichts

Die Nachfrage seitens der Patienten ist bis jetzt sehr verhalten. Die Patienten sind insgesamt seltener im Haus unterwegs, mit der Stationsausleihe durften wir erst vor Kurzem wieder starten.

Jetzt herrscht immer noch Quarantäne für uns. Wir hoffen, unsere Arbeit im letzten Quartal des Jahres wieder aufnehmen zu können.

Ein Teil der KollegInnen ist zur Zeit noch nicht bereit, die Büchereiarbeit auf den Stationen zu übernehmen. Wir fangen zu viert wieder an. Aber auch nur 14-tägig. Mit Maske und viel Desinfektion. Wie wir damit klar kommen, wird sich zeigen. Es ist anstrengend mit der Maske zu sprechen. Ich denke in einem Monat wissen wir mehr. Trotz allem wollen wir einige Bücher neu anschaffen. Es gibt also Arbeit in der Bücherstube.

Vorgestern bekamen wir eine E-mail […], in der uns mitgeteilt wurde, dass die Geschäftsleitung und die Hygieniker beschlossen haben, dass alle Ehrenamtlichen ab 20.07. wieder ihre Dienste aufnehmen können, natürlich nur mit hohen Hygienestandards. Das trifft sowohl auf den Besuchsdienst als auch den Lotsendienst, die Demenzlotsen und die Patientenbücherei-Mitarbeitenden in allen […] Häusern zu. Uns bleibt überlassen, wie wir unseren Dienst regeln möchten.

Wir haben nun […] ein Teamtreffen, um uns über die weitere Arbeit unter den entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln zu unterhalten. Da wir alle über 65 Jahre alt sind, bestehen von Seiten einiger KollegInnen Bedenken über die Besuche auf den Stationen.

Evtl. werden wir erst mit einem erweiterten Öffnungszeit-Angebot beginnen und den Stationsdienst zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen. Darüber müssen wir entscheiden und abstimmen.

Seit dem 3.6.2020 öffnen wir täglich unseren Büchereiraum für 1 1/2 Stunden unter Hygienebedingungen. Wir haben 2 Teams gebildet, sodass jede Mitarbeiterin alle 14 Tage Dienst im Raum hat.

Hygienebedingungen bedeutet für uns, die nicht abwischbaren Stühle wurden eingelagert, vor der Bücherei Hände desinfizieren, Einweisung und Daten erfassen, maximal drei Besucher/innen und eine Büchereimitarbeiterin, alles mit Maske. Die rückläufigen Bücher werden unter dem Wochentag für eine Woche abgelagert.

Es läuft langsam an, da auch das Krankenhaus wieder  "normale" Patienten/innen aufnimmt. 20 % der Betten werden weiterhin für Corona-Patienten/innen bereitgehalten.

Seit Juni ist das Team wieder voll im Einsatz. Nachdem wir alle unsere Leser per E-Mail, Telefon, Whats App, auch persönlich erreicht haben, um Bescheid zu geben, dass wir wieder geöffnet haben, war die Freude sehr groß.

Gute Frage?! Es lässt momentan noch schlecht voraussagen, wie die Entwicklung wird. Der Start war sehr verhalten. Manche Leser haben nur ihre Medien abgegeben, die sie vor der Schließung ausgeliehen hatten. Manche Leser (Kinder) haben immer noch nicht die vor der Schließung ausgeliehenen Medien abgegeben. Ich gehe davon aus, dass wir auch Erwachsene an den E-Reader verloren haben. Neue Leser zu gewinnen ist schwierig, wenn keine Veranstaltungen angeboten werden können. Die Leser, die in die Bücherei kommen zum Ausleihen, haben sich z.T. bedankt, dass die Bücherei wieder geöffnet ist trotz der Einschränkungen momentan.

Sorgen kommen auf, wenn man sich die finanziellen Möglichkeiten der Kommunen anschaut. Wir hoffen sehr, dass auch in diesem Jahr die üblichen Zuschüsse von dort fließen werden. Und eine weitere Geldquelle ist weggebrochen: Im Rahmen größerer Volksfeste im Ort haben wir bisher drei Flohmärkte pro Jahr durchgeführt mit entsprechenden Einnahmen - alles ausgefallen...

Ohne ausreichende finanzielle Absicherung aber ist ein attraktives Angebot der Bücherei nicht aufrecht zu erhalten. Wir werden bis Ende August - auch während der Ferien - unser Angebot so eingeschränkt beibehalten. Dann wird es eine Teambesprechung geben, und wir schauen, wie sich die Situation bis dahin entwickelt hat.

Seit 1. Juli ist unsere Bücherei wieder eingeschränkt geöffnet und wir haben dies alle herbeigesehnt. Es dürfen allerdings keine Ausleihen an Patienten erfolgen, sondern nur an Mitarbeiter des Hauses. Wir haben ca. 100 Leser und Leserinnen unter den Mitarbeitern.

Wir hoffen, dass wir bald wieder normal unseren Dienst ausüben dürfen, weil uns der Kontakt zu den Patienten wichtig ist!

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter dürfen erst seit Mitte Juni wieder für die Bücherei tätig sein. Wir dürfen den großen Gemeindesaal nutzen, dieser ist so groß, dass der Mindestabstand gut eingehalten werden kann.

Wir stehen jetzt am Anfang. Wir treffen uns, um zu planen. In dieser Woche gleich zweimal. Es wird eine gruppenübergreifende Planungsgruppe gebildet. Wir dürfen einrichten. Wir sind ganz kribbelig vor Aufregung! Tolle Aussichten!

Seit Mitte Mai haben wir zum Glück wieder geöffnet. Unser Vakanzpastor […] hat sich für uns eingesetzt […]. Wir waren happy, als wir das ok bekommen haben zum Öffnen. Mein Mann hat eine Spritzschutzwand gebaut und alle anderen Hygienemaßnahmen halten wir natürlich ein. Leider können wir momentan die Ausleihe am Sonntag nicht anbieten, da wir immer mit zwei Mitarbeiterinnen anwesend sein müssen. Eine in der Bücherei, die im Souterrain liegt, und eine Mitarbeiterin im Erdgeschoss, die die Besucher koordiniert. Eine Mitarbeiterin hat die Gelegenheit genutzt und aufgehört (sie wird 80 Jahre alt). Eine andere ist selbständig und muss viel nachholen und steigt deshalb noch nicht wieder ein. Eine andere muss ihre Enkelkinder betreuen und pausiert auch. Neue Mitarbeiter einzuarbeiten werden wir frühestens nach den Sommerferien versuchen. Die müssen wir aber auch erst einmal finden. Theoretisch bräuchten wir drei neue Mitarbeiter/innen, solange wir immer zu zweit sein müssen. Einige von uns arbeiten momentan mehr als sonst. Aber wir sind ein gutes Team und wir halten zusammen und schaffen das. Wir sind uns alle einig, dass wir die Zeit gemeinsam überbrücken mit der Hoffnung, dass es irgendwann besser wird.

Sicherlich haben wir viel weniger Ausleihen als in den anderen Jahren, aber in diesem Jahr ist so vieles anders, dass es darauf alleine nicht ankommen wird. Wir haben wieder während der Woche […] geöffnet. Sonntags bleibt die Bücherei bis nach den Sommerferien geschlossen.

Ende Mai konnte die Bücherei wieder öffnen. Im Moment klappt alles gut. Schwierig wird es nach der Sommerpause, wenn wieder Gruppen gleichzeitig mit Öffnung der Bücherei im Gemeindehaus sind. Wir werden eine Lösung finden müssen.

Wir haben die Ausleihe verändert. Da unser Büchereiraum sehr klein ist, sitzen wir Mitarbeiter jetzt oben in der Eingangshalle und die Nutzer gehen allein in den Büchereiraum (nacheinander), eine Etage tiefer.

Nachteil: keine Beratung, keine Kontrolle. Nutzer haben sich gefreut, dass wir wieder geöffnet haben.

Wir werden uns ausführlich besprechen, wenn wir uns von Angesicht zu Angesicht wiedersehen. Ansonsten sind wir zuversichtlich. Mir persönlich hat ein Onlinekatalog (WebOpac) gefehlt. Bei mir kamen die Bestellungen an und ich musste erst zur Bücherei, um nachzusehen, ob ein gewünschter Titel vorhanden/ausgeliehen war oder nicht. Ein Onlinekatalog hätte den Vorteil, dass der Nutzer selber im Katalog recherchieren könnte. Wenn alle das gleiche Bibliothekssystem hätten…