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Foto: Stephan Eimterbäumer

Wortmeldung November 2021

Nachricht 31. Oktober 2021

use-less: Gegen Verschwendung und hässliche Kleidung

© Nicole Heinsohn

Slow Fashion gilt als Gegenbewegung zur Fast Fashion. Slow Fashion steht für mehr Verantwortung und Respekt gegenüber Mensch und Natur durch Langlebigkeit der Kleidung und Wiederverwertbarkeit der Materialien. Auf meiner persönlichen Suche nach Leitplanken für einen ethischen Konsum (Kauf, Gebrauch und Entsorgung) von Kleidung bietet mir das Konzept einige Antworten.

Interview mit Professorin Martina Glomb

Martina Glomb ist Modeschöpferin, arbeitete u.a. bei Vivien Westwood und ist seit 2005 Professorin für Modedesign an der Hochschule Hannover. Sie ist Initiatorin der USE-LESS Ausstellung, die die Ergebnisse der Slow-Fashion Forschung der Hochschule Hannovers präsentiert.

Liebe Frau Glomb, nehmen Sie uns mit hinter die Kulissen: Wie läuft ein gewöhnlicher Produktionsprozess, von der Idee bis zum Verkauf, ab?

Produktionsprozesse von Bekleidung beginnen beim Rohstoff und gehen über die Materialerstellung und Konfektion zum fertigen Produkt. Inzwischen sehen wir aber den Produktionsprozess nicht mehr nur losgelöst von Marketing, Kauf und Nutzung der Kleidung, auch die Wiederverwertung gehört dazu. Auf alle Prozesse des Produkt-Lebens-Zyklus können Modedesigner*innen Einfluss nehmen.

Slow Fashion gilt als Gegenbewegung zur Fast Fashion. Slow Fashion steht für mehr Verantwortung und Respekt gegenüber Mensch und Natur durch Langlebigkeit der Kleidung und Wiederverwertbarkeit der Materialien. Auf meiner persönlichen Suche nach Leitplanken für einen ethischen Konsum (Kauf, Gebrauch und Entsorgung) von Kleidung bietet mir das Konzept einige Antworten.

Interview mit Professorin Marina Glomb

Martina Glomb ist Modeschöpferin, arbeitete u.a. bei Vivien Westwood und ist seit 2005 Professorin für Modedesign an der Hochschule Hannover. Sie ist Initiatorin der USE-LESS Ausstellung, die die Ergebnisse der Slow-Fashion Forschung der Hochschule Hannovers präsentiert.

Liebe Frau Glomb, nehmen Sie uns mit hinter die Kulissen: Wie läuft ein gewöhnlicher Produktionsprozess, von der Idee bis zum Verkauf, ab?

Produktionsprozesse von Bekleidung beginnen beim Rohstoff und gehen über die Materialerstellung und Konfektion zum fertigen Produkt. Inzwischen sehen wir aber den Produktionsprozess nicht mehr nur losgelöst von Marketing, Kauf und Nutzung der Kleidung, auch die Wiederverwertung gehört dazu. Auf alle Prozesse des Produkt-Lebens-Zyklus können Modedesigner*innen Einfluss nehmen.

Welche Stellschrauben können schon im Designprozess gedreht werden?

Bei Slow Fashion beschränkt sich der Designprozess nicht auf den Entwurf eines Kleidungsstücks, sondern auf die gesamten Prozesse der Entstehung, Nutzung und Wiederverwertung von textilen Produkten. Designer*innen nehmen zum Beispiel bereits durch die Materialauswahl auf das spätere Ende oder die mögliche Wiederverwertung oder Recycling Einfluss.

Was können Verbraucher*innen beim Kauf von Kleidung und im Umgang mit ihr beachten?

Je mehr wir über Kleidung wissen und Erfahrungen gemacht haben, umso besser können wir Kleidung wertschätzend behandeln und dazu beitragen, dass Textilien eine längere Lebensphase haben. Vivienne Westwood sagt: "Buy less, choose well, make it last“.

Hinweis:

Vom 31.10.2021 – 13.03.2022 findet die USE-LESS Ausstellung im Museum August Kestner in Hannover statt. Nähere Infos zur Ausstellung und zum vielfältigen Begleitprogramm unter www.useless-ausstellung.de. Wir sehen uns dort!

 

Zum Download der Wortmeldung

Autorin

rinderspacher-2018-nf-l-eb_8806_aus
Laura Bekierman
Tel.: 0511 1241-672

Referentin für den Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt mit Schwerpunkt in der Wirtschaftsregion Hannover

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