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Foto: Stephan Eimterbäumer

„Gilde gehört zu Hannover, wie die Leine“

22. Januar 2020

Seit Monaten streiken die Kolleginnen und Kollegen der HannoverschenTraditionsbrauerei, weil im Betrieb nicht mehr gleicher Lohn für gleiche Arbeit gezahlt wird. Es gibt alte und neue Beschäftigte und letztere bekommen bis zu 15 000,- Brutto weniger im Jahr. Neuerdings wurde die Gilde „über Nacht“ in vier Kleinunternehmen zerschlagen, um Betriebsratsarbeit zu unterbinden und die Belegschaft weiter einzuschüchtern.

Das darf nicht sein, meinen auch wir vom KDA. Wer eine Belegschaft dauerhaft spaltet, der geht an die Grundfesten einer Gesellschaft. Angriffe auf das Streikrecht, auf tarifliche Vereinbarungen ohne weitere Verhandlungsbereitschaft sind letztlich ein Angriff auf zivilisatorische Werte in unserem Land. Bei Konflikten muss man manchmal hart verhandeln, aber man muss sich immer wieder an einen Tisch setzen, um zuzuhören, gehört zu werden und einen Kompromiss zu finden. Das lernt man schon im Kindergarten.

Wenn es stimmt, dass der Umsatz bei Gilde um ca. 23 % gestiegen ist, worin besteht dann die Notwendigkeit zu solchen Mitteln zu greifen und die Belegschaft zu spalten und einzuschüchtern? „Eigentum verpflichtet“ – dieser Grundsatz ist nach wie vor aktuell in Deutschland!
Wir schicken solidarische Grüße an die Kolleginnen und Kollegen!

Liebe Brauer, ihr kämpft nicht nur für euer eigenes Portemonee oder für die Gilde - ihr wehret den Anfängen und sendet mit euren mutigen Streiks auch Signale an andere Betreibe, Geschäftsführungen und Kolleginnen und Kollegen. Bleibt dran!

(Text und Fotos: Waltraud Kämper)