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Foto: Stephan Eimterbäumer

Wortmeldung Juli 2020

Nachricht 01. Juli 2020

Urlaub 2020: Typ Einsiedler oder Pilger?

Bildquelle: ijeab, Adobestock.com

Die Urlaubsplanung ist dieses Jahr knifflig. Ständig ändert sich die Lage. Und man fragt sich: Was passt zu mir? Was ist jetzt „richtig“?

Das Mögliche

Für manche setzt Geld den Rahmen. Bei Kurzarbeit oder Jobunsicherheit muss der Urlaub günstig bleiben. Andere müssen ihren Sommerurlaub kürzen, weil sie schon im Lockdown frei nehmen mussten. Wieder andere stellten plötzlich fest, dass ihre Wunschziele in Deutschland ausgebucht waren. Hier ein paar Gedanken für einen gelungenen Sommer.

Mein Urlaub

Man kann sich fragen: Was suche ich eigentlich in den Ferien 2020?
Ruhe und Entspannung: Das lässt sich für viele auch in Haus und Garten verwirklichen; Serien schauen, lesen; Ausflüge ins Umland, ab und zu essen gehen. Darüber nachdenken, was wir in den letzten Monaten erlebt haben – und was im Leben wichtig ist. Das wäre das Modell „Eremit“, so wie bei Mönchen und Nonnen, die in ihrem Kloster bleiben. Andere werden sagen: „Danke, davon hatte ich genug; ich muss hier raus, ich brauche einen Tapetenwechsel.“
Abwechslung und Weite: Dann hilft eine Reise. Von Camping über Wohnmobil bis Ferienwohnung. Ein Familienvater mit kleinen Kindern sagte augenzwinkernd: „Ich bräuchte mal Urlaub von den Kindern.“ Eine andere denkt das über ihren Partner. Vielleicht geht es ja doch gemeinsam im Urlaub: Es ist auf jeden Fall etwas anderes: ohne Homeoffice und Homeschooling. Besondere Zeit zusammen. Andere wünschen sich in ihrem Urlaub das intensive Leben:
Abenteuer und Erlebnis: Mega-Event, Animationsprogramm und Fernreise fallen aus. Kann man sein Abenteuer auch auf der Aller oder im Harz gestalten? Ja, ein Erlebnis-Sommer 2020 ist möglich. Man muss sich nur aufmachen. Dies ist das Modell „Pilger“: im Fremden und Neuen sich selbst entwickeln. So wie die Pilger, die im Mittelalter bis nach Santiago liefen.

Die anderen im Blick

Mit meinem Sommer 2020 kann ich auch anderen Gutes tun: Die einen leisten einen Beitrag zum Infektionsschutz, indem sie viel zu Hause bleiben und überfüllte Promenaden, Strände und Bäder meiden. Die anderen unterstützen Hotellerie und Gastronomie, indem sie dort übernachten und essen gehen. Flugreisen waren schon letztes Jahr ein heißes Eisen; jetzt umso mehr. Manche planen bewusst nach ihrer Flugreise noch einige Tage „Quarantäne-Urlaub“ zu Hause, um – im Falle eines Falles –  keinen anzustecken.

Sonntage genießen

Der kleine Bruder des Urlaubs ist der Sonntag. Den gibt es für (fast) jeden und jede – alle sieben Tage. Sogar wenn die Urlaubstage verbraucht sind. Er steht ebenfalls für Entspannung, Abwechslung und Erlebnis. Natürlich ist auch er in diesem Jahr anders. Gestalten Sie beides – Ihren Sommerurlaub und Ihren Sonntag. Machen Sie das Beste draus!

Übrigens: Wir haben mit Menschen über ihre Sonntage im Jahr 2020 gesprochen. Die Videos finden Sie auf www.sonntags-frei.de.

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