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Foto: Stephan Eimterbäumer

Stille Revolution im Kommunalen Kino

Nachricht 23. Oktober 2018

„Ist das Arbeitsklima wirklich so wie im Film beschrieben?“

„Wie viele Führungskräfte und Mitarbeitende haben Upstalsboom nach dem Neuaufbruch verlassen?“

„Wie kam es eigentlich zu der für Bodo Janssen so katastrophal verlaufenen Mitarbeiterbefragung?“

Drei Fragen von vielen, die im Kommunalen Kino Hannover gestellt wurden, nachdem dort der Film „Die stille Revolution“ gezeigt wurde. Eingeladen hatten der Wissenschaftsladen Hannover und der KDA und es war ihnen gelungen, mit Andrea Risius eine Upstalsboomerin aus Emden als Gesprächspartnerin zu gewinnen. Andrea Risius war seinerzeit als Sekretärin ganz nah dran an Bodo Janssen und konnte daher alle Fragen auch aus ihrer persönlichen Erfahrung beantworten:

„Ja, der Film gibt die Arbeitsatmosphäre bei Upstalsboom sehr gut wieder.“

„Von sechs Führungskräften (einschließlich Bodo Janssen) haben vier das Unternehmen verlassen, insgesamt sind etwa 15 Mitarbeitende gegangen.“ Und auf die logische Nachfrage: "Wir haben derzeit 650 Mitarbeiter."

„Mitarbeiterbefragungen gab es, aber die Ergebnisse wurden nicht so offen kommuniziert. Den entscheidenden Anstoß für diese Mitarbeiterbefragung gab Bernd Gaukler, der seinerzeit frisch im Unternehmen war und eines Tages zu Bodo sagte: ‚Herr Janssen, ich arbeite für zwei Unternehmen. Das eine ist Upstalsboom, wie Sie es sehen, das andere ist Upstalsboom, wie Ihre Mitarbeitenden das Unternehmen sehen.“

Nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung ging die Diskussion mit Andrea Risius im Foyer des Kinos noch eine ganze Weile weiter. Der Film weckt die Sehnsucht nach einem anderen Arbeiten, das war spürbar, und so wurde intensiv miteinander darüber gesprochen, wie das gehen kann und vor allem, wo ich anfangen kann. „Sie können auf jeden Fall anfangen, wertschätzend(er) mit Ihren Kolleg/innen und ja, auch den Führungskräften umzugehen“, so Andrea Risius, „denn Veränderung beginnt bei der eigenen Haltung, alles andere ist nicht zielführend.“