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Foto: Stephan Eimterbäumer

Im Anfang war das Wort

Nachricht 09. April 2018

Susanne Richter spricht im NDR mit Landessozialpfarrer Matthias Jung

Wer echt was verändern will, hält sich nicht lange mit Schwarz-Weiß-Denken auf.
"Die Arbeitnehmer sind grundsätzlich unflexibel?" oder "die Gewerkschaften wollen eh immer mehr?"
Von solchen Rollenzuschreibungen hält Matthias Jung gar nichts. Er ist Landessozialpfarrer und leitet den "Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt" in Hannover.

Welche Formen von Arbeit und Wirtschaftsweisen gibt es eigentlich? Wie könnte das Ganze sozial verträglich oder sogar gerecht gestaltet werden? Solche Fragen gehören zu den Aufgaben vom KDA.
Matthias Jung kommt selbst aus einer Unternehmerfamilie und findet: "Wirtschaft ist so kompliziert, da muss man ins Detail gucken und nicht mit Pauschalsprüchen kommen."
Da hat er vermutlich Recht...Im Laufe unseres Gespräches wird mir mal wieder bewusst, wie wenig Ahnung ich von besagten Details tatsächlich habe. (Was mich allerdings nie dran gehindert hat, meine Meinung lautstark heraus zu tröten...Mist.)

"In diesem Jahr gucken wir uns das Genossenschaftsmodell genauer an", erzählt Matthias Jung. "Viele junge kreative Unternehmen haben das für sich entdeckt."
So neugierig, wie Matthias Jung auf seine Materie ist, das steckt an. Und begeistert. Dabei kommt er gar nicht schwärmerisch daher, sondern klar, sachlich fundiert. (Nüchterne Optimisten mit Ahnung von Zahlen finde ich großartig.)

"Es gibt ganz viel positives Potential" sagt Matthias Jung. Und nachdem ich von den vielen tollen Geschäftsideen gehört habe, bin ich mal wieder davon überzeugt, dass es richtig viel Hoffnungsvolles in unserer Welt gibt. Sollte ich also jemals Unternehmerin werden, den würde ich auf jeden Fall zur Beratung ins Team holen.

Mit mir spricht Matthias Jung über seinen Lieblings-Vers in der Bibel, ein Antreiber, sich für Gerechtigkeit einzusetzen.

(Text: Susanne Richter, Kirche im NDR)

Der Beitrag kann hier nachgehört werden: https://www.ndr.de/info/podcast3004.html