kopfgrafik_transparent_zu_weiss_KDA_4_neu

Take your pastor to work!

Das Projekt “Take your pastor to work” stammt aus England. Wir haben es auf unsere Verhältnisse übertragen. Es richtet sich an Menschen im Beruf, an Kirchengemeinden und natürlich an Pastor*innen. Wir Referent*innen im KDA unterstützen und beraten Sie gerne bei ersten Schritten!

Eine Anregung für Gemeindeglieder

Sie stehen im Beruf, müssen täglich Ziele erreichen und mit Sachzwängen umgehen. Sie sind Ihrer Kirchengemeinde verbunden. Und vielleicht haben Sie auch schon einmal gedacht, wie wäre das, wenn mein/e Pastor*in mich mal auf meiner Arbeit besuchen würde? Ich ihm/ihr zeigen kann, womit ich mich einen großen Teil meines Lebens beschäftige? Aber das geht natürlich nicht.

Wirklich nicht?

Laden Sie Pastorin Meyer oder Pastor Selig doch mal ein, Sie in ihrer Arbeitsstelle zu besuchen- auf die Baustelle, in die Telefonzentrale, Buchhandlung oder Tierarztpraxis. Es kann ein kurzer Besuch bei einer Tasse Kaffee sein, wo sie miteinander ins Gespräch kommen. Vielleicht ist aber auch ein halber oder ein ganzer Tag möglich, wo er oder sie Ihnen über die Schulter schaut.

Wie kann es ablaufen? Das hängt natürlich sehr von Ihrer Arbeitsstelle ab. Wenn es bei Ihnen eine Kantine gibt, laden Sie ihn oder sie doch zum Mittag ein – beim Essen erzählt es sich besser. Führen Sie ihn/sie durchs Haus, durch die Halle oder über das Gelände und erklären Sie, was Ihr Unternehmen tut und was Ihre Branche beschäftigt. Stellen Sie ihn/sie Ihren Vorgesetzten vor und Ihren Kolleg*innen.

Erzählen Sie, was Sie an Ihrer Arbeit toll finden und was Sie ärgert oder was Sie belastet.

Vielleicht geben Sie ihm / ihr auch ein Gebetsanliegen mit, das mit Ihrer Arbeit zu tun hat? Je nach Charakter kann es in die Fürbitten am Sonntag einfließen.

Der allererste Schritt könnte so aussehen:

Schreiben Sie Ihrem Pastor, Ihrer Pastorin eine Mail und schicken Sie ihm den Link zum Projekt „Take your pastor to work“.

Eine Anregung für Kirchengemeinden

Unsere Erfahrung im KDA ist: Wenn Kirche sich für Unternehmen interessiert, dann sind die Türen schnell offen. Wir fahren täglich an Unternehmen in unseren Städten und Gemeinden vorbei, und haben oft wenig Kenntnisse, was sich dahinter verbirgt. Es macht aber Sinn, wenn wir als Kirche in Kontakt mit der Lebenswelt stehen. Wie kann eine Gemeinde das Projekt für sich fruchtbar machen, vielleicht sogar über den Besuch der Pastor/innen hinaus?

Am besten entwickeln Sie das Projekt „Take your pastor to work“ von innen nach außen: Bringen Sie es als Kirchenvorstandsmitglied oder als Pastor*in im Kirchenvorstand ein. Da Sie sich hier bereits kennen, sind erste Besuche leichter anzubahnen, vorzubereiten und auch auszuwerten. Als Pastor/in findet sich sicher ein Kirchenvorstandsmitglied, das einen ersten Besuch mit Ihnen durchführt. Wenn es gut läuft, können Sie auch einen Beschluss fassen, dass Ihr/e Pastor*in zB alle zwei Monate solch einen Besuch durchführt. Damit unterstützen Sie ihn/sie, denn Zeit ist knapp.

Wie kann es gehen? Ein paar Vorschläge:

  • Kündigen Sie das Angebot in einem Gottesdienst ab, bei dem viele aus der mittleren Generation anwesend sind.
  • Bringen Sie einen Artikel dazu im Gemeindebrief, möglicherweise mit einem Foto von einem Besuch, der schon stattgefunden hat.
  • Stellen Sie das Angebot beim ersten Konfirmanden-Elternabend vor. In vielen Gemeinden sind Hausbesuche in den Familien von Konfirmand/-innen üblich, warum nicht auch einmal ein Besuch auf der Arbeit?

Vielleicht wird im Lauf der Zeit mehr daraus, ein thematisches Gemeindefest zu Beruf und Arbeit oder eine Vortragsreihe „Unternehmen auf dem Gebiet unserer Kirchengemeinde“ oder, oder…

Eine Anregung für Pastor/innen

Wir als Referent*innen im KDA erleben immer wieder: Wir sind in aller Regel in Unternehmen sehr willkommen, sowohl bei Unternehmensleitungen als auch bei Betriebsräten. Sie freuen sich, wenn Kirche sich für sie interessiert. Es kommt zu eindrücklichen Gesprächen, manchmal machen sie auch nachdenklich oder erschrecken uns, weil die Welt der Arbeitswelt uns oft sehr fremd ist. Die Offenheit von Menschen an ihrem Arbeitsplatz berührt uns immer wieder – uns als Kirche wird immer noch ein großer Vertrauensvorschuss gegeben.

Da die meisten Erwachsenen arbeiten, nahezu alle Kinder und Jugendliche auf dem Weg in den Beruf sind Menschen häufig gerne und oft über ihre Arbeit reden, macht es aus unserer Sicht Sinn, wenn Pastor*innen nicht nur Hausbesuche zu Kasualien oder runden Geburtstagen machen, sondern auch Menschen bei ihrer Arbeit besuchen. Fragen Sie doch mal den einen oder die andere, ob Sie mal für einen Vormittag, Nachmittag oder ganzen Tag vorbei kommen können.