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Visions for tomorrow

Nachricht 11. Februar 2021
Florian Fröchtenicht und Sophie Kellner moderierten ein digitales Werkstattgespräch für Jugendliche zum Thema „Visions for tomorrow“. Foto: Til von Dombois

Es geht um Zukunftsfragen für die kirchliche Jugendarbeit: Vor 14 Tagen kamen rund 130 Jugendliche und Erwachsene aus der gesamten Landeskirche zusammen, um sich in einem digitalen Werkstattgespräch mit drängenden Fragen der Jugendarbeit auseinanderzusetzen: Was braucht es, um die Arbeit mit jungen Menschen zu stärken? Welche Ressourcen sind nötig? Wie gelingt politische Beteiligung? 

Die Teilnehmenden hatten viele Vorschläge: Räume müssen frei zugänglich sein. Kirchliche Gremienarbeit soll auch Spaß machen. Die Einrichtung eines Innobonus für Jugendkirchen in der Region wäre gut. Jugendliche Influencerinnen und Influencer sollen geschult werden. Es braucht mehr Fehlerfreundlichkeit. Das sind nur einige Beispiele.

Bereits Ende 2019 startete die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers den Beteiligungsprozess „Visions for tomorrow“. In einem Kreativforum konnten Jugendliche ihre Wünsche und Visionen für die Jugendarbeit äußern und an eigenen Vorschlägen und Projektideen arbeiten. „Es ist uns wichtig, dass der Prozess zur Zukunft der Jugendarbeit auch in diesen Pandemiezeiten weiter geht. Denn Jugendliche brauchen jetzt die Möglichkeiten, sich einzubringen und auszutauschen“, sagte Isabell Schulz-Grave, Referentin in der der Bildungsabteilung des Landeskirchenamtes.

Ein Team aus jungen Menschen aus der Landesjugendkammer, dem Mentorat für Studierende, aber auch Synodalen, Vertreterinnen aus der Wissenschaft, Superintendentinnen, Pastoren, Hauptberuflichen in der Jugendarbeit, dem Landesjugendpfarramt und dem Landeskirchenamt begleitet den Prozess seit seinem Beginn. Das Online-Werkstattgespräch knüpfte an die Ergebnisse aus dem ersten Kreativforum an. Für die beiden Moderierenden, Florian Fröchtenicht und Sophie Kellner aus der Evangelischen Jugend ist klar: „Jugend ist Zukunft, Jugend ist aber auch immer Gegenwart. Wir müssen also im Gespräch bleiben“.

Fünf Themenbereiche wurden mittels Expertengesprächen vertieft: Räume und Vernetzung, Partizipation, Verantwortung, Digitalisierung sowie Innovation. Die Expertenteams setzen sich dabei aus Beruflichen und Ehrenamtlichen, aus Jugendlichen und Erwachsenen zusammen. Die Teilnehmenden konnten Fragen, Meinungen und Anregungen über eine Online-Pinnwand äußern.  „Die vielen Ideen sind sehr wertvoll“, findet Landesjugendpastorin Cornelia Dassler. „Wir wollen sie jetzt sichten, um dann gemeinsam in der Steuerungsgruppe zu planen, wie es weitergehen kann.“ Musikalisch wurde die Veranstaltung begleitet von Popkantor Til von Dombois und Alex Veth am Schlagzeug.

Isabell Schulz-Grave / LKA