Foto: HkD

Film ab - sobald es wieder geht!

Nachricht 15. April 2021
21-04-15-Buechereiarbeit_kino
Film ab - sobald es wieder geht. Foto: AdobeStock/thenatchdl

Mit am schwersten betroffen von der Corona-Pandemie sind die Kinos. In den letzten zwölf Monaten waren sie entweder geschlossen oder durften nur mit geringem Platzkontingent öffnen. Nun „streamt“ man sein Kino, zuhause auf dem Flachbildschirm im Wohnzimmer, selbst große Hollywood-Filme landen mittlerweile gleich auf der Mattscheibe.

Die Bücherei- und Medienarbeit im Haus kirchlicher Dienste möchte dafür werben, wieder in ein Lichtspielhaus zu gehen, sobald es wieder sicher möglich ist und falls das Lieblingskino die Pandemie „überlebt“. Gemeinden, die weit entfernt von einem Kino liegen, oder die ihren Mitgliedern ganz besondere Filmangebote machen möchten, stellt die Bücherei- und Medienarbeit eine Vielzahl von Filmen auf DVD mit dem Recht zur nichtgewerblichen öffentlichen Vorführung zur Verfügung, also zu freiem Eintritt für die Besuchenden. Die Entleihe der Filme und die Zusendung ist kostenlos, nur der Rückversand muss frankiert werden. Auf keinen Fall darf man DVDs aus dem privaten Besitz öffentlich aufführen!

Kino im Gemeindesaal – ja gerne, aber wie?

Um einen Kinoabend in der Gemeinde zu veranstalten braucht es das entsprechende technische Equipment. Man benötigt einen Laptop mit Abspielprogramm, einen leistungsstarken Beamer sowie eine Leinwand, die groß genug ist, dass die Zuschauenden den Film auch bei einem vollen Saal überall sehen können. Gute Boxen für die Akustik sind ebenfalls notwendig.

In Corona-Zeiten ist eine verlässliche Planung sehr schwierig. Noch ist nicht abzusehen, wie die Bestimmungen im nächsten Herbst und Winter sein werden. Möglich ist ggf. ein Sommer-Kino. Da die Filme nicht für Open-Air-Vorstellungen verliehen werden dürfen, braucht es einen passenden, geräumigen, abzudunkelnden Raum, in dem man auch die heutzutage notwendigen Abstandsregeln einhalten kann.

Kreativität ist gefragt

Die Bewerbung bedarf etwas Kreativität, denn aus Wettbewerbsgründen darf nicht mit dem Filmtitel in der Öffentlichkeit (Internet/Zeitung) geworben werden. Überlegt werden sollte, welche Zielgruppen man ansprechen möchte. Es empfiehlt sich eine Filmreihe von drei oder vier Filmen im Abstand von drei oder vier Wochen, damit sich ein regelmäßiges Event herausbildet. Eventuell bietet sich auch ein Beiprogramm an, z. B. eine thematische Einführung in den Film oder die Möglichkeit des Austausches nach der Vorstellung.

So eröffnen Sie Menschen die Möglichkeit, sich außerhalb der Gottesdienstzeiten in der Gemeinde zu treffen, ein Angebot auch für Nicht-Mitglieder der Kirchengemeinde. Gerade für ältere oder alleinstehende Menschen kann ein Filmabend, der ja primär ein passives Vergnügen ist, ein niedrigschwelliges Angebot sein.

Medium Film vielfältig einsetzbar

Über die Filmabende kann die Gemeinde auch zu bestimmten Themen Präsenz zeigen. Das Medium Film (Ausschnitte aus Spielfilmen oder Kurzfilme) eignet sich zudem auch sehr gut für einen besonderen Gottesdienst, den Kindergottesdienst, für die Konfirmandenarbeit oder den Seniorenkreis.

Zu allen Fragen hilft gern das Team der Bücherei- und Medienarbeit im Haus kirchlicher Dienste weiter.

Einladung zum Fachgespräch

„Filmveranstaltungen in Kirchengemeinden"
am 29.04.2021 um 19:30 Uhr

am Beispiel der Filmarbeit beim Bürgerverein Kleefeld e.V.

Einen Filmabend in der Kirche veranstalten oder einen Filmnachmittag im Gemeindehaus – wie geht das eigentlich? Was muss man beachten? Wer hilft dabei? Kostet uns das etwas? Welche Filme darf man zeigen? Geht auch Open Air? Wie bekommt man viele Zuschauerinnen und Zuschauer? Welche Technik braucht man?

Die Veranstaltung richtet sich an Verantwortliche für Filmveranstaltungen in Kirchenkreisen und anderen kirchlichen und kommunalen Einrichtungen.

Anmeldungen sind hier möglich.