Foto: HkD

Jugendreferent Thomas Ringelmann geht in den Ruhestand

Pressemitteilung 14. April 2021

Thomas Ringelmann, Referent für die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern im Landesjugendpfarramt wird nach 18 Jahren im Haus kirchlicher Dienste (HkD) in den Ruhestand verabschiedet. „Jugendliche sind die Experten für Fragen ihrer Lebenswirklichkeit. Nur, wenn wir dies endlich ernst nehmen und in Planungen und Konzepte einbinden, kann Jugendarbeit zukunftsfähig werden“, sagt der Diakon, der sich dem Thema „Beteiligung“ verpflichtet hat. Die fachliche Überzeugung, dass Jugendarbeit nur mit den Jugendlichen als Hauptprotagonisten entwickelt werden kann, hat er zuletzt gemeinsam mit der Landesjugendwartin Petra Pieper-Rudkowski in einem Pilotprojekt im Kirchenkreis Aurich erfolgreich umgesetzt.

„Ringelmann ist ein Mann der Tat“, sagt Landesjugendpastorin Cornelia Dassler. „Neben der konzeptionellen und beratenden Arbeit sah er seine Aufgaben innerhalb der Jugendarbeit ganz klar im Machen: entwerfen, zusammenbauen, handwerkeln, experimentieren – nichts davon ist ihm fremd.“ Der Evangelische Jugendhof Sachsenhain in Verden lag dem Diakon dabei besonders am Herzen. Hier arbeitete Ringelmann ganz praktisch in „Arbeitsseminaren“ mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Bereich der Häuser und im Außengelände, pflegte den Waldbestand, renovierte Häuser und betreute in seinen letzten Dienstjahren den Bau einer Lagerhalle für das Veranstaltungsmaterial der Evangelischen Jugend. Die Zusammenarbeit mit und das Einbeziehen von Jugendlichen gehörte bei seinen Projekten ganz selbstverständlich dazu. „Gemeinsam arbeiten kann Menschen unterschiedlicher Herkunft und Bildung zusammenführen und viel zur Persönlichkeitsbildung beitragen“, erklärt der Diakon.

Grüne Standards für das Landesjugendcamp

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Thomas Ringelmann (Mitte) „in seinem Element“ als Organisator beim Landesjugendcamp. Archivbild: Roland Geisheimer

Auch die Themen Nachhaltigkeit und Naturschutz spielen für Ringelmann eine große Rolle. Der Jugendhof Sachsenhain bietet dafür gute Möglichkeiten, Naturschutz aktiv umzusetzen, sei es durch die Umstellung der Bildungsstätte auf nachhaltiges Wirtschaften oder die Pflege des Waldbestands, um die klimatischen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte in den Blick zu nehmen.

Das Landesjugendcamp, die größte Open-Air-Veranstaltung der Evangelischen Jugend in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gehörte zu einem seiner Herzensprojekte. Alle zwei Jahre übernahm er die Planungen von Infrastruktur und Versorgung und organisierte die ehrenamtliche Technikcrew für diese Großveranstaltung. Zusammen mit interessierten Jugendlichen entwickelte er die Infrastruktur weiter, um den Jugendevent so nachhaltig wie möglich zu gestalten. „Dabei setzte Thomas Ringelmann grüne Standards, die das Landesjugendcamp heute zu einem klimafreundlichen Großevent machen, das als Leuchtturm in der Landeskirche anzusehen ist“, so Dassler.

Im Ruhestand der Jugendarbeit verbunden

Bereits als Jugendlicher in Bremerhaven engagierte sich Ringelmann ehrenamtlich in der Jugendarbeit, woraus sein Berufswunsch entstand. Nach dem Studium in Hannover arbeitete er in Lehrte und Buxtehude, Projekte, Freizeiten und die Weltladen-Arbeit mit Jugendlichen standen immer oben auf seiner Agenda

Auch im Ruhestand bleibt der Diakon dem Evangelischen Jugendhof Sachsenhain und der Jugendarbeit verbunden. Als Vorstandsmitglied im Evangelisch-lutherischen Landesjugenddienst Hannover kümmert er sich um die Entwicklung der Jugendhöfe und um praktische Engagementmöglichkeiten für junge Menschen,  die Beziehungen zu den Orten festigen. Was den „Ruhestand“ ansonsten prägen wird, ist für Thomas Ringelmann noch sehr offen. In jedem Fall wird er mehr Zeit für Garten und Heimwerkerprojekte sowie für Besuche nach langer Corona-Abstinenz haben.

Verabschiedung im Juli

Thomas Ringelmann wird voraussichtlich am 3. Juli im Rahmen der Vollversammlung der Evangelischen Jugend verabschiedet. Ende März gab es für ihn überraschend eine „inoffizielle Verabschiedung“, die am Rande eines Arbeitseinsatzes in Verden spontan von Ehrenamtlichen und Wegbegleitern aus zahlreichen Projekten für den Diakon organisiert wurde. „Schöner kann man sich ein „Tschüß-Sagen“ gar nicht wünschen. Die eigentlichen Macher und Expertinnen der Jugendarbeit haben das sehr spontan, trotzdem coronakonform, mit viel Herz organisiert und das bedeutet mir viel“, resümiert Ringelmann.

Regula Jantos/Landesjugendpfarramt