„Kirchen und Kino. Der Filmtipp“: Acht Filme an 25 Orten in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen

Nachricht 13. September 2021
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Zum Auftakt der Film-Reihe wird „Undine“ (Deutschland, 2020) von Christian Petzold gezeigt. Der Film holt die romantische Erzählung von der Wasserfrau in das Berlin von heute. Bild: Piffl Medien

Von September 2021 bis Mai 2022 präsentiert die ökumenische Filmreihe „Kirchen und Kino. Der Filmtipp“ wieder acht herausragende Filme in 25 Orten Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens. Die Filme der Reihe sind bei insgesamt über 250 Vorstellungen zu sehen.

Die neue Staffel zeigt Filme, die von Menschen erzählen, die sich nach Heilung, Nähe und Beziehungen sehnen. Dabei werden aktuelle gesellschaftliche Probleme aufgegriffen: prekäre Lebens- und Arbeitsverhältnisse wie in „Nomadland“ und „Das neue Evangelium“, die Rolle des Alkohols als stimulierende und zugleich zerstörerische Droge wie in „Der Rausch“ oder die Frage nach dem, was einen Menschen ausmacht wie in „Ich bin Dein Mensch“.

Die Programmauswahl lag bei einer Jury aus Vertretern der kirchlichen Bildungs- und Medienarbeit sowie der beteiligten Kinos. Zur Wahl standen über 30 Filme, die im vergangenen Kinojahr von der evangelischen und katholischen Filmkritik in Deutschland und der Schweiz als „Film des Monats“ oder als „Kinotipp der Katholischen Filmkritik“ ausgezeichnet wurden. Zu sehen gibt es überzeugende Filme, die unabhängig von ihrer jeweiligen geistigen Beheimatung die Sehnsucht nach dem Anderen, nach einem „Mehr des Lebens“ aufrechterhalten.

Die örtlichen Kooperationspartner geben in der Regel eine kurze Einführung zum jeweiligen Film, im Anschluss an die Vorführung besteht an zahlreichen Spielorten die Möglichkeit zum Austausch. Zu ausgewählten Filmen gibt es Begleitangebote wie Podiumsgespräche vor Ort.

Staffel 2021/2022: Filme und Orte

Die Filme der Staffel 2021/2022 sind in folgenden Orten in Niedersachsen zu sehen: Gifhorn, Hameln, Hannover, Lingen, Nienburg, Osterholz-Scharmbeck, Schneverdingen, Sulingen, Walsrode und Wittingen. Erstmals dabei sind die Kirchenkreise Nienburg und Sulingen.

In Nordrhein-Westfalen werden die Filme in Bad Driburg, Bad Laasphe, Bad Oeynhausen, Brakel, Gütersloh, Hagen, Herne, Hilchenbach, Iserlohn, Lage, Lennestadt, Paderborn, Schwerte, Unna und Warburg gezeigt.

Zum Auftakt der Film-Reihe wird „Undine“ (Deutschland, 2020) von Christian Petzold gezeigt. Der Film holt die romantische Erzählung von der Wasserfrau in das Berlin von heute. Die Stadthistorikerin Undine wird von ihrem Freund verlassen. Der Mythos will, dass sie den Mann, der sie verrät, tötet und danach ins Wasser zurückkehrt. Doch anders als die Sagenfigur entscheidet sich die Protagonistin für eine neue Liebe. Der Film modernisiert in der Nachfolge von Ingeborg Bachmanns Erzählung „Undine geht“ den alten Mythos der Wasserfrau und rückt eine moderne Zwischenweltfigur ins Zentrum. Er erzählt auch mit Blick auf die Berliner Stadtgeschichte vom Ausstieg einer Frau aus der Wiederholungsschleife und verbindet auf anrührende Weise romantisches Märchen, Unterwasserabenteuerfilm und Gegenwartsrealismus. Hauptdarstellerin Paula Beer wurde für ihre herausragende Leistung mit dem Silbernen Bären und dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet.

Weitere Filme der Staffel 2021/2022:

„Yalda“, Frankreich/Deutschland 2019, Regie: Massoud Bakhshi

„Corpus Christi“, Polen 2019, Regie: Jan Komasa (Auszeichnung mit elf polnischen Filmpreisen 2020)

„Niemals, Selten, Manchmal, Immer“, USA 2019, Regie: Eliza Hittman (Silberner Bär – Großer Preis der Jury Berlinale 2020)

„Der Rausch“, Dänemark 2020, Regie: Thomas Vinterberg (Auszeichnung mit vier europäischen Filmpreisen 2020; Oscar 2021 - Bester internationaler Film)

„Ich bin Dein Mensch“, Deutschland 2021, Regie: Maria Schrader (Nominierung in fünf Kategorien für den Deutschen Filmpreis 2021)

„Das neue Evangelium“, Deutschland/Schweiz/Italien 2020, Regie: Milo Rau

„Nomadland“, USA 2020, Regie: Chloé Zhao (Oscar 2021 in drei Kategorien - Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin)

Ansprechpartner

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Phil Rieger
Tel.: 0511 1241-682 (montags)