Foto: HkD

Landespastorin für die Arbeit mit Frauen: „Vehement für den Schutz des Lebens eintreten“

Nachricht 29. September 2020
Paul-2020-72-nf-l-HKoerber
Foto: Heike Körber / HkD

Anlässlich des International Safe Abortion Day am 28. September sagte Susanne Paul, Landespastorin für Arbeit mit Frauen:

„Dieser internationale Tag fordert, dass Frauen einen sicheren Zugang zu einem medizinisch qualifizierten und sicheren Schwangerschaftsabbruch haben. Dass dies gewährleistet ist, wird auch in Deutschland immer unsicherer.  Eine Abtreibung ist immer eine Entscheidung, die keiner Frau leichtfällt. Aber es gibt im Leben schwerwiegende Konfliktsituationen, die es nötig machen, dass eine solche Entscheidung gefällt wird.

 

Besser aber als Frauen in dieser ohnehin schon schwierigen Lage zu kriminalisieren und ihre Beratungsmöglichkeiten zu beschneiden, ist es, alles dafür zu tun, damit solche Konfliktsituationen erst gar nicht entstehen müssen. So liegt die Sorge um die Kinder auch heute immer noch größtenteils auf den Schultern der Frauen und bestimmt ihren Lebensplan auf Jahrzehnte, Kinder sind in unserem reichen Land für viele immer noch ein Armutsrisiko.

Besonders der Paragraph 219, den Ärzten und Ärztinnen eine umfängliche Information der Frauen verbietet und die Sorge, nach einer gesetzlich geregelten Beratung im Rahmen der Fristen keine ärztliche Person zu finden, die den Abbruch vornimmt, ist eine unerträgliche Situation für die betroffenen Frauen.

In der kirchlichen Arbeit mit Frauen haben wir die Situation dieser Frauen besonders im Blick. Wir sehen unsere Aufgabe darin, vehement für den Schutz des Lebens - nicht nur während der Schwangerschaft - einzutreten und den Frauen in diesen schweren Konfliktsituationen zur Seite zu stehen.“