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Vom Posaunenwerk zum Ehrenamt

Nachricht 27. Januar 2020
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Eva Giersch, Fachbereichsassistentin für Gemeindeentwicklung.Mitarbeitende. Ehrenamt. geht nach Ende Januar in den Ruhestand. Foto: Jens Schulze/HkD

Nach 19 Jahren im Dienst der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers geht Eva Giersch in den Ruhestand. Zuletzt war sie Fachbereichsassistentin im Fachbereich Gemeindeentwicklung. Mitarbeitende.Ehrenamt.

2001 wurde Giersch zunächst Sachbearbeiterin für Weiterbildungen im Posaunenwerk, das damals im Amt für Gottesdienst und Kirchenmusik im Hanns-Lilje-Haus angesiedelt war. „Die ganze administrative Arbeit im Hintergrund von Seminaren, Tagungen und dem Landesposaunenfest gehörte zu meinen Aufgaben. Einmal durfte ich sogar mit auf ein Zeltlager für Jugendliche in die Bretagne, um dort die Buchführung, die Einkäufe und die Kasse gleich vor Ort zu erledigen“, erzählt die heute 64-Jährige. „Es war immer schön mit der Musik! Ich habe sogar einen Anfängerkurs für Trompete mitmachen dürfen!“

Als das Posaunenwerk zunächst ins Haus kirchlicher Dienste und danach ins Michaeliskloster in Hildesheim umzog, wechselte Giersch 2004 in die Familienbildungsstätte in der Wagenerstraße. 2006 schließlich wurde sie Sachbearbeiterin im neuen Arbeitsfeld Ehrenamt und Gemeindeleitung. „Als Fachbereichsassistentin war ich seit 2008 auch Vermittlerin zwischen den Verwaltungskräften und den Referenten und Referentinnen“, so Giersch. Gleichzeitig war sie weiterhin zuständig für ihr Fachgebiet, zu dem später auch die Gemeindeberatung hinzukam. Auch hier organisierte sie Seminare, machte Abrechnungen mit Tagungshäusern, schrieb Protokolle und machte Jahresabschlüsse. Wenn Anfragen für eine Gemeindeberatung kamen, vermittelte sie jahrelang die Beraterinnen oder Berater. Darüber hinaus war sie 13 Jahre lang Mitglied im Qualitätszirkel Spiritualität.

Gelernt hatte Giersch Industriekauffrau im Schwermaschinenbau in Magdeburg, wo sie bis 1981 tätig war. „Nebenbei habe ich ein Fernstudium in Betriebswirtschaft absolviert. Während dieser Zeit ist mein Sohn geboren. Das war schon manchmal anstrengend“, sagte Giersch rückblickend. 1981 zog sie nach Dessau, wo sie als „Werkökonom“ für den betrieblichen Ablauf die Jahresinventuren im Tiefkühlhaus zuständig war. „In den ersten Jahren nach der Wende war alles auf den Kopf gestellt“, erinnert sich Giersch. „Da musste ich durch die gesamten neuen Bundesländer reisen und in neu aufgebauten Supermärkten kontrollieren, dassTiefkühlkost und Frischeartikel immer vorhanden waren.“ 1994 zog Giersch schließlich mit ihrem Sohn nach Hannover, wo sie von 1995 bis 2000 bei Propangas Menke im Verkaufsinnendienst tätig war.

Nun freut sie sich auf den Ruhestand, wo sie mehr Zeit zum Reisen und Wandern haben wird. „Ich möchte die Volkshochschule besuchen, um endlich Englisch zu lernen“, so Giersch.

Eva Giersch wird am 30. Januar in einer Andacht um 12 Uhr in der Kapelle des HkD verabschiedet.