Foto: HkD

Neue Gesichter im Umweltschutz

Nachricht 24. Januar 2020

Dr. Mona Gharib und Dr. Isabella Jordan vertreten im Arbeitsfeld Umwelt- und Klimaschutz Ulrike Wolf während ihrer Elternzeit, und Nicole Schwarzer, die zur Bücherei- und Medienarbeit gewechselt hat. Gharib ist seit Anfang Januar im Haus, Jordan bereits seit Mitte September.

Jordan übernimmt die Abwicklung des Landschaftswerteprojektes „Biodiversität auf kirchlichen Friedhofsflächen“ und ist auch Ansprechpartnerin für Mobilitätsanträge. Gharib wird ein Naturschutzprojekt entwickeln und beantragen und Verwaltungsaufgaben übernehmen. „Manches wird sich noch ändern. Wir sind noch dabei, die Aufgaben unter uns aufzuteilen“, so Gharib.

Als Naturwissenschaftlerin beim Umwelt- und Naturschutz

Die 39-Jährige promovierte Chemikerin ist seit Januar im Haus tätig. Zuvor hat sie als strategische Projektentwicklerin und Referentin für den Moorschutz beim Naturschutzbund (NABU) Niedersachsen e.V. gearbeitet. Hier stand sie als Beraterin allen Projektleitern bei der Beantragung und Durchführung bis zum erfolgreichen Projektabschluss zur Seite. Es handelte sich um vielfältige Projekte aus den Bereichen Natur-, Arten-, Klima- und Umweltschutz mit unterschiedlichen Fördermitteln, Förderprogrammen und Partnern. Zudem war sie für die inhaltliche Entwicklung des NABU Niedersachsen hauptverantwortlich. Auch die Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Moorschutz gehörte zu ihren Aufgaben. Zuvor arbeitete sie beim Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND).

„Projekte optimal zu vernetzten und Kooperationspartner zu gewinnen, liegt mir“, so Gharib. „Ich freue mich, dass das auch im HkD zu meinen Aufgaben gehören wird. Zu meinen Hobbys gehört neben dem Umwelt- und Naturschutz mein Garten, in dem ich natürlich torffrei gärtnere, mich mit der Anzucht alter Nutzpflanzensorten beschäftige und leidenschaftlich unseren Naturgarten erweitere“, erzählt Gharib, die mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Hund in der Region Hannover lebt und sich ehrenamtlich im NABU engagiert, auch im Vorstand.

Von der Hospizbewegung über Medizinethik zum Umweltschutz

Jordan promovierte im Bereich der Sozialwissenschaften über die Hospizbewegungen im Ländervergleich Deutschland/Niederlande und war als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medizinethik der Medizinischen Hochschule Hannover tätig. Danach ging sie nach Göttingen, wo sie am Institut für Ethik und Geschichte der Medizin in Göttingen unterrichtete und in Projekten mit den Schwerpunkten „Soziale Bewegungen in der Medizin/Kollektives Handeln von Akteuren“ mitarbeitete. Jordan bringt auch Erfahrungen aus der Öffentlichkeitsarbeit beim Norddeutschen Rundfunk und als Referentin der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen mit und war lange Zeit als Dozentin in der Erwachsenenbildung tätig. Zuletzt war sie Koordinatorin und Beraterin in einer Kontakt- und Beratungsstelle für Inklusion, die mit Akteuren von Stadt und Region Hannover und dem Land Niedersachsen zusammenarbeitet. Auch für Projektorganisation, Veranstaltungsmanagement, Öffentlichkeitsarbeit und die Beratung von Eltern Teilhabe-eingeschränkter Kinder war sie zuständig.

Nun möchte sie sich vor dem Hintergrund ihrer beruflichen Erfahrungen für Umwelt- und Klimaschutz einsetzen. „In meinem privaten Umfeld beschäftige ich mich schon länger mit artenreicher Bepflanzung von Grünflächen“, sagt die 52-Jährige. „In meiner Wohnungsgenossenschaft habe ich mit Nachbarn Teile unseres Hinterhofs entsiegelt, bepflanzt und mit Biotopen angereichert, Baumpatenschaften in unserer Straße übernommen und bin Pächterin eines Kleingartens in Linden. Diese Tätigkeiten bereichern mich und im Zuge der Klimaveränderungen wird ihre Relevanz immer stärker deutlich.“

Einführung am 29. Januar

Dr. Mona Gharib wird am 29. Januar in der Mittagsandacht um 12 Uhr im HkD in ihre neue Aufgabe eingeführt. Dr. Isabella Jordan wurde bereits im Herbst 2019 eingeführt.